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Werder läuft wegen Personalproblemen „auf der Felge“

Werder Bremens Trainer Daniel Thioune fehlen vor dem Abstiegsduell in Wolfsburg neun Spieler. Bitter ist die Sperre für den Dänen Jens Stage. Ein Altgedienter erfährt dafür wieder Wertschätzung.

Von dpa

19.03.2026

Hat mit Personalproblemen zu kämpfen: Werder-Trainer Daniel Thioune (Archivbild)Carmen Jaspersen/dpa

Hat mit Personalproblemen zu kämpfen: Werder-Trainer Daniel Thioune (Archivbild)Carmen Jaspersen/dpa

© Carmen Jaspersen/dpa

Vor dem Abstiegsduell beim VfL Wolfsburg plagen Werder Bremens Trainer Daniel Thioune erhebliche Personalprobleme. „Ja, ein bisschen schlucken musste ich auch gerade. Es klang fast wie eine Mannschaftsaufstellung“, sagte der 51-Jährige, nachdem Werder-Sprecher Christoph Pieper die Liste mit den Namen der fehlenden Spieler bei der Spieltags-Pressekonferenz vorgelesen hatte. 

Es zeige, „dass wir aktuell schon ein bisschen auf der Felge laufen, aber das bedeutet immer noch nicht, dass wir komplett ohne Rad unterwegs sind“, meinte Thioune.

Vor dem bedeutsamen Spiel für den Verleib in der Fußball-Bundesliga stehen ihm für Samstag Jovan Milošević, Maximilian Wöber, Amos Pieper, Wesley Adeh, Julian Malatini und nun auch Senne Lynen (Muskelfaserriss in den Adduktoren) neben den Rekonvaleszenten Mitchell Weiser und Victor Boniface verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. 

Zudem ist Jens Stage (7 Tore) wegen einer Gelbsperre nicht dabei. „Da müssen wir halt ein vielleicht nicht basteln, sondern ein bisschen etwas anders planen, was die Formation betrifft“, sagte Thioune zur Personallage.

Vor allem das Fehlen des dänischen Mittelfeld-Antreibers und siebenmaligen Saisontorschützen Stage bei der wichtigen Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky) ist bitter für die Bremer. „Das wiegt umso schwerer, weil er, zum einen absoluter Führungsspieler und Qualitätsspieler ist und dann darüber hinaus auch unser bester Torschütze“, sagte der Trainer. 

Bittencourt in der Stage-Rolle

Er müsse ein wenig tiefer im Kader suchen, wer das Ganze kompensieren kann, meinte er weiter. „Das wird auch kein Geheimnis sein, wenn Leo Bittencourt nichts geschieht, dann steht er vor seinem 300. Bundesliga-Spiel“, verriet Thioune. 

Wieder gefragt bei Werder: Leonardo Bittencourt (Archivbild)Soeren Stache/dpa

Wieder gefragt bei Werder: Leonardo Bittencourt (Archivbild)Soeren Stache/dpa

© Soeren Stache/dpa

Leonardo Bittencourt spielte unter Thiounes Vorgänger Horst Steffen kaum eine Rolle. Seit dem Trainerwechsel ist der 32-Jährige wieder stärker gefragt. Bittencourt wird den Verein zum Saisonende nach fast sieben Jahren verlassen.

Das Spiel des VfL gegen den SV Werder hat im Abstiegskampf vorentscheidenden Charakter. Vor dem 27. Spieltag sind die Wolfsburger als Tabellen-17. auf einem direkten Abstiegsplatz, die Bremer mit vier Punkten mehr auf Platz 15. Nach einem Zwischenhoch mit zwei Siegen erlebte Werder am vergangenen Spieltag mit dem 0:2 gegen Mainz 05 einen Dämpfer.

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