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Vor Semesterbeginn: Viele Bewerber für wenige Wohnheimplätze

Das Wintersemester rückt näher, viele angehende Studierende suchen noch nach einer bezahlbaren Bleibe. In den Studentenwohnheimen müssen sie mit langen Wartelisten rechnen.

Von dpa

05.09.2026

Vor Beginn des Wintersemesters sind günstige Wohnheimplätze in Halle und Magdeburg stark gefragt. (Symbolfoto) Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Vor Beginn des Wintersemesters sind günstige Wohnheimplätze in Halle und Magdeburg stark gefragt. (Symbolfoto) Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Rund einen Monat vor Beginn des Wintersemesters suchen viele angehende Studierende in Halle und Magdeburg nach einer bezahlbaren Bleibe. Doch nicht alle dürften in einem der günstigen Studentenwohnheime fündig werden. Die Nachfrage ist an beiden Hochschulstandorten größer als das Angebot.

In Halle gingen bislang 852 Bewerbungen für 530 verfügbare Wohnheimplätze ein, wie das Studentenwerk auf Anfrage mitteilte. Derzeit stehen noch 309 Bewerberinnen und Bewerber auf der Warteliste. Wer keinen Platz erhält, soll ab dem 16. September eine Absage erhalten. Die Nachfrage und die Zahl der verfügbaren Zimmer seien gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert.

Wohnheimzimmer ab 218 Euro

Gerade für Studierende mit wenig Geld sind die Wohnheime attraktiv. In Halle kostet der günstigste Platz derzeit 218 Euro im Monat, die durchschnittliche Gesamtmiete liegt bei 275 Euro. Bewerbungen seien weiterhin jederzeit möglich, erklärte das Studentenwerk. Wer bei der Wohnform und der Wahl des Wohnheims flexibel sei, verbessere seine Chancen.

Auch in Magdeburg ist der Andrang groß. Für einen Wohnheimplatz zum 1. Oktober liegen dem Studentenwerk aktuell 1.220 Bewerbungen vor. Die Vergabe läuft noch: Bislang wurden 61 neue Mietverträge mit diesem Startdatum geschlossen, weitere Angebote könnten folgen.

Grundsätzlich würden die verfügbaren Wohneinheiten sowohl in Magdeburg als auch am zweiten Standort des Studentenwerks in Wernigerode vollständig vermietet. Im Laufe des Semesters könnten durch Auszüge allerdings immer wieder einzelne Zimmer frei werden.

Mehr Wohnraum für Studierende geplant

Das Problem besteht schon länger. Seit Jahren berichten Studentenwerke von deutlich mehr Bewerbungen als verfügbaren Plätzen. Besonders internationale Studierende hätten häufig Schwierigkeiten, auf dem freien Wohnungsmarkt eine Unterkunft zu finden.

Das Land fördert deshalb den Bau und die Modernisierung von Unterkünften für Studierende und Auszubildende. Ende vergangenen Jahres wurden dafür knapp 15,6 Millionen Euro bewilligt. Das Geld fließt in zehn Projekte mit zusammen 422 Wohnheimplätzen, unter anderem in Halle, Stendal, Möckern, Naumburg und Harzgerode.