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Union ist wieder Union

Zurück zu den Basics: Union Berlin trotzt Borussia Dortmund einen Punkt ab und entdeckt seine alte Stärke wieder. Trainer Lustrinelli verspricht sogar noch besseren Fußball.

Von Jordan Raza, dpa

18.10.2026

Kann wieder lachen: Mauro Lustrinelli sieht deutliche Fortschritte bei Union Berlin.Julius Frick/dpa

Kann wieder lachen: Mauro Lustrinelli sieht deutliche Fortschritte bei Union Berlin.Julius Frick/dpa

© Julius Frick/dpa

Mit diesem Punktgewinn hatte wohl kaum jemand gerechnet. Offenbar auch nicht die Medienabteilung des 1. FC Union Berlin, die nach dem überraschenden 0:0 gegen Borussia Dortmund kurzerhand die falsche Pressekonferenz veröffentlichte. Statt der Aussagen der beiden Trainer Mauro Lustrinelli und Niko Kovac landete auf den Kanälen des Berliner Bundesligisten noch einmal die Pressekonferenz aus der Vorwoche.

Anders als beim 1:0 gegen die SV Elversberg gab es für die Eisernen diesmal zwar keinen Sieg zu feiern. Die Freude über das torlose Remis gegen den großen Favoriten war aber kaum geringer. Vor allem die Art und Weise, wie Union dem BVB einen Punkt abtrotzte, stimmte Spieler und Trainer zufrieden.

Lustrinelli lässt Fans träumen

„Wir spielen mit mehr Intensität, mit mehr Energie. Das ist das Resultat, dass wir ganz ein anderes Gesicht als vor einem Monat zeigen. Wir sind auf dem richtigen Weg. In zwei Monaten werden wir uns entwickeln und noch besseren Fußball zeigen“, sagte Lustrinelli und ließ die Fans der Köpenicker träumen. Dass Union weiterhin auf Relegationsplatz 16 steht, interessierte an diesem Abend an der Alten Försterei niemanden.

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Fest steht: Union spielt wieder Union-Fußball. Mit einer Defensive, die leidenschaftlich verteidigt, kaum Räume zulässt und den Gegner mit jeder Minute mehr entnervt. Mittelfeld-Chef Rani Khedira sprach deshalb von einem „deutlichen Fortschritt“ gegenüber den enttäuschenden Auftritten vor der Länderspielpause.

Die Viererkette hat „ein Gefühl füreinander“

Vor allem die Viererkette mit den Außenverteidigern Janik Haberer und Tom Rothe sowie den Innenverteidigern Felix Uduokhai und Zeno van den Bosch scheint sich gefunden zu haben. Während Lustrinelli zu Saisonbeginn in der Abwehr viel experimentierte, vertraute er nun zum zweiten Mal in Folge derselben Formation. Das Ergebnis: Erstmals seit April 2025 blieb Union in zwei aufeinanderfolgenden Spielen ohne Gegentor.

„Das ist gut, weil wir ein Gefühl füreinander entwickeln, deswegen war es auch von der Kommunikation gut“, berichtete Uduokhai. Dass die Defensive nach den ersten vier Liga-Spielen mit insgesamt 17 Gegentoren wieder derart stabil stehen würde, hätten nur wenige erwartet. „Vor vier Wochen, wahrscheinlich, habe ich gesagt, dass wir dabei sind, unsere große Stärke zu verlieren. Die haben wir uns jetzt wieder erarbeitet“, sagte Khedira.

Union wartet auf Ilic und Burke

Die Mannschaft verinnerlicht die taktischen Vorstellungen des Trainers immer besser. Doch Lustrinelli will mehr. Der Schweizer möchte Union auch mit dem Ball weiterentwickeln und offensiver sowie mutiger auftreten lassen.

Der Anker im Mittelfeld: Rani Khedira.Julius Frick/dpa

Der Anker im Mittelfeld: Rani Khedira.Julius Frick/dpa

© Julius Frick/dpa

„Mit dem Ball haben wir natürlich noch Verbesserungspotenzial. Ich glaube, wenn wir unser ganzes Potenzial zur Verfügung haben - vor allem die beiden fehlenden Stürmer Andrej Ilic und Oliver Burke - werden wir flexibel und noch variabler sein“, befand Lustrinelli. Doch das Fundament steht. Oder um es mit den Worten von Vereinslegende und Ex-Coach Urs Fischer zu sagen: Die Basics stimmen wieder.

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