Staatsanwaltschaft ermittelt nach Leck in Ölpipeline
Pipeline-Leck bei Schwedt: Hunderttausende Liter Öl für die Raffinerie PCK laufen im Dezember 2025 aus. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen drei Beschuldigte – aber vieles bleibt offen.
Mit Öl verschmutzt: Der Acker rund um das Leck bei Gramzow. (Archivbild)Fabian Sommer/dpa
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Nach dem Pipeline-Unfall im Nordosten Brandenburgs mit dem Austritt von Hunderttausenden Litern Öl ermittelt die Staatsanwaltschaft Potsdam wegen des Vorwurfs der Bodenverunreinigung. Das Verfahren richtet sich gegen drei namentlich bekannte Beschuldigte, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mitteilte. Zuvor berichtete die „Märkische Oderzeitung“.
Aufgrund der laufenden Ermittlungen und unter Berücksichtigung der Persönlichkeitsrechte könnten nähere Auskünfte derzeit nicht erteilt werden, hieß es von der Ermittlungsbehörde in Potsdam. Dort sind Staatsanwälte schwerpunktmäßig für Umwelt- und Wirtschaftskriminalität zuständig.
Nach dem Pipeline-Unfall im vergangenen Dezember stellte die Deutsche Umwelthilfe Strafanzeige gegen die Ölraffinerie PCK in Schwedt. Die Pipeline von Rostock nach Schwedt versorgt die Raffinerie mit Rohöl. Bei Vorarbeiten für einen Sicherheitstest nahe Gramzow in der Uckermark waren mindestens 200.000 Öl Liter ausgetreten.
In einer Fontäne schoss Öl aus einem Leck einer Pipeline bei Gramzow. (Archivbild)Vera Leu/dpa
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