Spendenbereitschaft sinkt - DRK ruft zu Blutspenden auf
Erfahrungsgemäß geht es bei sommerlicher Hitze eher ins Freibad oder an den See - und nicht zum Blutspenden. Das führt zu schrumpfenden Vorräten.
Derzeit gehen die Blutreserven täglich weiter zurück (Archivbild).Patrick Pleul/dpa/dpa-tmn
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Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes hat angesichts der heißen Tage zum Blutspenden aufgerufen. Bei sommerlicher Hitze sinke die Spendenbereitschaft erfahrungsgemäß, der Bedarf in den Kliniken und Arztpraxen sei aber konstant hoch, teilte der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost für die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Sachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg mit.
Derzeit gingen die Blutreserven täglich weiter zurück. Für eine sichere Versorgung seien Vorräte für vier bis fünf Tagen erforderlich, aktuell liege der Wert deutlich darunter, hieß es weiter.
Vorräte bestimmter Blutgruppen besonders knapp
Die Vorräte für die Blutgruppen 0 Rhesus-negativ und 0 Rhesus-positiv sowie der Blutgruppe A Rhesus-negativ reichten derzeit nur knapp über einen Tag hinaus, sagte Kerstin Schweiger, Sprecherin der DRK-Nordost, der dpa. Auch für alle anderen Blutgruppen gebe es einen hohen Bedarf. Sie rief gesunde Menschen dazu auf, am besten vor der Fahrt in den Urlaub noch mal Blut zu spenden.
Blut wird täglich benötigt, etwa nach Unfällen, bei Operationen, Geburten oder zur Behandlung schwerer Erkrankungen. „Damit es nicht zu Einschränkungen in der Patientenversorgung kommt, sind wir gerade jetzt auf jede einzelne Blutspende angewiesen.“ Die aus Blutspenden gewonnen Präparate hätten teilweise eine nur kurze Haltbarkeit.
Blutspende auch bei hohen Temperaturen möglich
Für die kommenden Tage werden dem Deutschen Wetterdienst zufolge in den genannten Bundesländern Temperaturen von deutlich über 30, teils sogar 35 Grad erwartet. Eine Blutspende ist dem DRK Nordost zufolge auch bei hohen Temperaturen sicher möglich. Wichtig sei es, noch mehr als sonst zu trinken, leicht zu essen und körperliche Anstrengung zu meiden.
Statt zur Blutspende gehen viele lieber ins Freibad (Archivbild). Patrick Pleul/dpa
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