Netzentgelte in Sachsen-Anhalt steigen 2027 leicht
Eine neue Auswertung gibt einen ersten Ausblick auf die Energiekosten im kommenden Jahr. Was die Zahlen für Haushalte bedeuten, hängt aber noch von weiteren Faktoren ab.
Die Netzentgelte in Sachsen-Anhalt steigen 2027 leicht: Bei 4.000 Kilowattstunden Stromverbrauch beträgt das Plus rund 67 Cent im Jahr, bei 20.000 Kilowattstunden Gas etwa 5,40 Euro. (Symbolbild) Jan Woitas/dpa
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Die Gebühren für die Nutzung der Strom- und Gasnetze steigen in Sachsen-Anhalt im kommenden Jahr nur minimal. Bei einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden Strom beträgt das Plus rund 67 Cent. Für ein Einfamilienhaus mit einem Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden sind es etwa 5,40 Euro. Das geht aus vorläufigen Berechnungen des Vergleichsportals Verivox hervor.
Stromnetzentgelte unter Bundesschnitt
Die jährlichen Stromnetzentgelte in Sachsen-Anhalt liegen 2027 bei knapp 397 Euro brutto. 2026 waren es rund 396 Euro. Damit liegen sie knapp 40 Euro unter dem Bundesschnitt von rund 436 Euro. Der Durchschnitt der ostdeutschen Länder sinkt im Vergleich zum Vorjahr um knapp drei Euro auf 386 Euro. In Thüringen fällt der Rückgang mit rund elf Euro am stärksten aus.
Gasnetzentgelte über dem Bundesschnitt
Die jährlichen Gasnetzentgelte in Sachsen-Anhalt liegen im kommenden Jahr bei rund 724 Euro brutto. Damit liegen sie über dem ostdeutschen Durchschnitt von rund 688 Euro und dem Bundesschnitt von rund 642 Euro. Die Durchschnittswerte steigen im Osten um knapp sechs Euro, bundesweit um knapp 19 Euro.
Gesamtrechnung hängt auch vom Anbieter ab
Netzentgelte sind Gebühren für die Nutzung der Strom- und Gasleitungen. Sie decken unter anderem deren Betrieb, Wartung und Ausbau und machen nur einen Teil der Energiepreise aus. Die gesamte Rechnung kann deshalb anders ausfallen. Sie hängt auch von Beschaffungskosten, Steuern und Abgaben ab. Ob und in welchem Umfang ein Versorger Änderungen bei den Netzentgelten weitergibt, entscheidet er selbst.
Verivox hat bislang Daten von Stromnetzbetreibern berücksichtigt, deren Netze 84 Prozent der deutschen Haushalte abdecken. Bei den Gasnetzen liegt dieser Anteil bei 81 Prozent.