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Nationalpark Jasmund: Abbruch an der Kreideküste auf Rügen

Rund 4.500 Kubikmeter Kreideküste sind im Nationalpark Jasmund abgerutscht. Das Nationalparkamt warnt: Besucher sollten sich nur auf den markierten Wegen aufhalten.

Von dpa

07.08.2026

Bei dem Abbruch kamen etwa 4.500 Kubikmeter Material in Bewegung. (Symbolbild)Stefan Sauer/dpa

Bei dem Abbruch kamen etwa 4.500 Kubikmeter Material in Bewegung. (Symbolbild)Stefan Sauer/dpa

© Stefan Sauer/dpa

An der Steilküste im Nationalpark Jasmund sind nördlich des Kollicker Ortes (Landkreis Vorpommern-Rügen) rund 4.500 Kubikmeter Kreideküste abgerutscht. Der Abbruch erstreckt sich über etwa 45 Meter, teilte das Nationalparkamt Jasmund mit. Der Schuttkegel aus Geschiebe-Material und Sand reicht bis zu zehn Meter in die Ostsee hinein und ist etwa fünf Meter hoch.

Anders als bei früheren größeren Abbrüchen geriet diesmal nicht die 70 Millionen Jahre alte Kreide, sondern die eiszeitliche Deckschicht darüber ins Rutschen. Grund dafür sind große Mengen Wasser, die sich in den Sedimentschichten sammeln und diese in Bewegung bringen. Das nachrutschende Sediment erstreckt sich bis zu 20 Meter den Hang hinauf.

Abbrüche gehören zur natürlichen Entwicklung der Rügener Steilküste. Erst im März hatten sich nach Tauwetter 9.000 Kubikmeter Kreide gelöst. Der jüngste Abbruch zeige, dass die Steilküste zu jeder Zeit gefährlich sei, warnt Geologe Ingolf Stodian. Die Dynamik der Küste sei nicht berechenbar. Das Nationalparkamt empfiehlt deshalb immer wieder, die Küste ausschließlich vom markierten Hochuferweg aus zu betrachten und diesen nicht zu verlassen. Zuvor berichtete der NDR.

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