Linken-Landeschefin sieht „massive Frustration“
Die Menschen trieben hohe Nebenkostenabrechnungen und die Sorge um den Job um, sagt Rebecca Ruppert. Das zeige sich in den Wahlergebnissen. Hoffnung auf Besserung im Bund hat sie nicht wirklich.
Die „Kürzungspolitik“ der Bundesregierung sei abgewählt worden, sagt Linken-Landeschefin Ruppert. (Archivfoto)Helmut Fricke/dpa
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Für die rheinland-pfälzische Linken-Landeschefin Rebecca Ruppert zeugen die Landtagswahlergebnisse vom Sonntag von einer „massiven Frustration“ gegenüber der etablierten Politik. Viele Menschen sorgten sich um ihre Jobs oder um immer höher werdende Nebenkostenabrechnungen, sagte Ruppert der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.
In Mecklenburg-Vorpommern sei es der AfD in dieser Situation gelungen, viele Menschen abzuholen. In Berlin habe das vor allem die Linke geschafft. Über den Sieg ihrer Partei in der Hauptstadt sei sie sehr glücklich. Dieser sei auch Folge eines starken Wahlkampfes. Daran werde deutlich, wie wichtig vielen Menschen das Thema Bezahlbarkeit von Wohnen und anderen Dingen sei.
Die „Kürzungspolitik mit dem Kopf durch die Wand“ der Bundesregierung sei abgewählt worden, sagte Ruppert. Die Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigten jedoch, dass er das nicht verstanden habe.
Der Kanzler hatte kurz nach dem Schließen der Wahllokale am Sonntag angekündigt, im Amt bleiben und den eingeschlagenen Reformkurs seiner schwarz-roten Regierung fortsetzen zu wollen.