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Leverkusen gestoppt: Kramaric erzielt 1.000. Ligator der TSG

Bayer-Stürmer Patrik Schick bleibt torlos, dafür gelingt Andrej Kramaric ein besonderer Treffer. Auf dem Rasen kommt es zu einem kuriosen Platzverweis und einem Schockmoment.

Von Patrick Reichardt und Sandra Degenhardt, dpa

25.10.2026

Joker Andrej Kramaric verwandelte den Elfmeter zum 1:0.Uwe Anspach/dpa

Joker Andrej Kramaric verwandelte den Elfmeter zum 1:0.Uwe Anspach/dpa

© Uwe Anspach/dpa

Der erstmals in dieser Saison torlose Patrik Schick zog sich eine lange warme Jacke über und trottete über den Rasen, Loic Badé wurde nach einem Kopfzusammenstoß vom Feld getragen: Bayer Leverkusen hat beim 0:3 (0:0) bei der TSG 1899 Hoffenheim einen Tag zum Vergessen erlebt. Das Team von Carles Martinez musste mit ansehen, wie die Gastgeber ihr 1.000. Bundesliga-Tor und den zweiten Saisonsieg feierten.

Das Jubiläumstor erzielte Joker Andrej Kramaric mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 79. Minute, ehe Alexander Prass (89.) und Max Moerstedt (90.+6) zum Endstand trafen. Die Werkself blieb wie ihr Stürmer Schick erstmals in dieser Bundesliga-Saison ohne Tor.

„Ich hoffe, die Entwicklung geht so weiter. Das gibt Selbstvertrauen und wir waren ein eingeschworener Haufen. Riesen Lob“, sagte TSG-Keeper Oliver Baumann nach dem dritten Sieg seines Teams in Folge bei DAZN. Kramaric sagte zu seinem Schuss in die TSG-Geschichtsbücher: „Ich freue mich extrem und bin immer noch motiviert. Es ist ein besonderes Gefühl.“

Schockmoment kurz vor Schluss

27.378 Zuschauer sahen in der Arena in Sinsheim ein Spiel mit lange wenig Höhepunkten und zwischenzeitlich sehr viel Regen. Kurios war die Auswechslung von Referee Daniel Siebert, der wegen einer Wadenverletzung nach 45 Minuten von Robert Hartmann ersetzt wurde.

Hektisch wurde es in den Schussminuten, als Prass Gelb-Rot sah, weil er beim Torjubel sein Trikot auszog. Zuvor war es zu einem heftigen Zusammenstoß von Moerstedt und Leverkusens Loic Badé gekommen, die am Mittelkreis mit den Köpfen zusammenprallten und minutenlang liegen blieben. Badé wurde auf einer Trage vom Feld gebracht, Moerstedt setzte danach den Schlusspunkt. „Es geht ihm gut, er ist unter der Dusche“, sagte Bayer-Coach Martinez zu Badé, der aber kurzzeitig etwas ausgeknockt war. Teamkollege Robert Andrich war erschrocken: „Es hat richtig geknallt.“

Viele Wechsel nach Europa-Woche

Beim Duell der einzigen Europa-League-Starter kamen beide Teams aus erfolgreichen Europapokal-Einsätzen. Hoffenheim besiegte Lyon überraschend deutlich mit 3:0. Leverkusen siegte mit 2:0 bei OFI Kreta, wo die TSG zum Saisonstart noch eine Niederlage kassierte.

Hoffenheims Alexander Prass wurde am Ball unter Druck gesetzt.Uwe Anspach/dpa

Hoffenheims Alexander Prass wurde am Ball unter Druck gesetzt.Uwe Anspach/dpa

© Uwe Anspach/dpa

TSG-Coach Christian Ilzer und Leverkusens Martinez rotierten angesichts des dichten Rhythmus kräftig. Auf dem Rasen machten die Gastgeber zu Beginn den stärkeren Eindruck. Leverkusens Offensive, von Martinez in den ersten zehn Pflichtspielen zu jeweils mindestens zwei Toren geführt, wirkte diesmal ideenlos. Der wegen Oberschenkelproblemen ausgewechselte Moussa Diaby wirkte in seinen 40 Minuten unsichtbar. Beide Trainer hatten aber ordentlich Potenzial in der Hinterhand und wechselten.

 

Turbulenzen in der Schlussphase

Nach einem Foul von Edmond Tapsoba an Asllani entschied Hartmann nach Sichtung der Videobilder auf Strafstoß. „Der Elfmeter hat die Partie entschieden. Ich habe ihn nur leicht berührt“, sagte Tapsoba. Kramaric ließ die TSG jubeln, ehe es am Ende noch mal richtig turbulent wurde.

Adam Hlozek (r) vergab vor der Pause zwei gute TSG-Chancen.Uwe Anspach/dpa

Adam Hlozek (r) vergab vor der Pause zwei gute TSG-Chancen.Uwe Anspach/dpa

© Uwe Anspach/dpa

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