Letzte Geisel identifiziert - Hessen holt Israel-Flagge ein
Die letzte israelische Geisel im Gazastreifen ist tot übergeben worden. Das bewegt Hessen zu einem symbolischen Schritt vor der Wiesbadener Staatskanzlei. Was sagt Ministerpräsident Rhein dazu?
Auch bei proisraelischen Kundgebungen in Hessen wie etwa im Sommer 2025 in Frankfurt ist die israelische Flagge zu sehen - vor der Wiesbadener Staatskanzlei ist sie nun eingeholt worden. (Archivbild)Boris Roessler/dpa
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Nach der Übergabe des Leichnams der letzten Hamas-Geisel an Israel hat die hessische Staatskanzlei in Wiesbaden ihre Israel-Flagge eingeholt. Diese hatte dort seit dem Massaker der Hamas und anderer extremistischer Gruppen des Gazastreifens am 7. Oktober 2023 in Israel mit rund 1.200 Toten und mehr als 250 in den Küstenstreifen Verschleppten geweht - aus Solidarität mit Israel. Zur Klarheit über das Schicksal aller israelischen Geiseln teilte Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) mit. „Wir hoffen, dass das ein weiterer Schritt zur Befriedung des Nahostkonflikts ist.“
Israels Generalkonsulin Talya Lador-Fresher zeigte sich „erleichtert, dass endlich alle Geiseln wieder zu Hause sind“. Die engen Beziehungen zwischen Israel und Hessen seien sehr wertvoll.
„Der größte Massenmord an Jüdinnen und Juden seit der Schoah“
Regierungschef Rhein ergänzte: „Der 7. Oktober 2023 war der größte Massenmord an Jüdinnen und Juden seit der Schoah. Wir werden das unfassbare Leid und die barbarische Gewalt niemals vergessen.“ Jüdisches Leben sei „81 Jahre nach dem Holocaust weiterhin massiv Angst, Ausgrenzung und Gewalt ausgesetzt“. Antisemitismus müsse in jeder Form kompromisslos bekämpft werden.
Im Gazastreifen löste das Hamas-Massaker einen zweijährigen Krieg aus. Dabei wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Behörden mehr als 70.000 Palästinenser getötet, darunter auch Tausende Kinder und Jugendliche. Seit Oktober 2025 gibt es eine brüchige Waffenruhe.