Kritik an E-Bus-Quote in Hessen und Rheinland-Pfalz
Die Großstädte in der Bundesrepublik sind laut Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe unterschiedlich weit bei der Umstellung auf Elektrobusse. Wie sieht es in Hessen und Rheinland-Pfalz aus?
Strom statt Diesel - das ist das Idealbild aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe. (Archivbild)Jens Büttner/dpa
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Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert von deutschen Städten einen stärkeren Einsatz von Elektrobussen. In einem Vergleich der 40 größten Städte Deutschlands fahre nur in Mannheim, Freiburg und Karlsruhe über die Hälfte der Busse batterieelektrisch, teilte die DUH mit. Stichtag für die Erhebung war der 31. Dezember 2025. Nachholbedarf gibt es nach Ansicht der Organisation unter anderem in vier untersuchten Großstädten in Hessen und Rheinland-Pfalz.
In der DUH-Aufstellung liegt Wiesbaden auf Platz 21, Frankfurt auf Rang 23, Mainz auf Platz 25 und Kassel auf Platz 26. Alle Städte befinden sich damit laut Umwelthilfe in einem roten Bereich, der einen deutlichen Handlungsbedarf signalisiere. Die Bewertung berücksichtigt den Angaben zufolge sowohl den aktuellen Anteil batterieelektrischer Busse im Bestand als auch die geplanten Neubeschaffungen.
Deutschlandweit fast 80 Prozent der Busse mit Diesel unterwegs
Die Elektrobus-Quote liegt laut DUH in Wiesbaden bei 40,2 Prozent, in Frankfurt bei 18,1 Prozent, in Mainz bei 14,8 Prozent und in Kassel bei 14,0 Prozent. Berücksichtigt in der Platzierung wurde auch die Quote von Bussen mit Verbrennungsantrieb bei Neubeschaffungen. Das Saarland taucht in der Aufstellung nicht auf.
Insgesamt fahren den Angaben zufolge noch fast 80 Prozent der Busse in den befragten Großstädten mit Dieselantrieb. Fast die Hälfte der Städte wolle zwischen 2026 und 2030 neue Verbrennerbusse kaufen.