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Kieler Verhandlungen zum Marinegelände dauern länger

Ein Drittel des Geländes soll weiter der Stadt gehören, zugleich will die Marine ihren Stützpunkt erweitern. Im November geht es um den nächsten Schritt – wann fällt eine Entscheidung?

Von dpa

18.10.2026

In Kiel befindet sich der größte Stützpunkt der Marine an der Ostsee. (Archivfoto)Marcus Brandt/dpa

In Kiel befindet sich der größte Stützpunkt der Marine an der Ostsee. (Archivfoto)Marcus Brandt/dpa

© Marcus Brandt/dpa

Die Gespräche zwischen der Bundeswehr und der Stadt Kiel zur Übergabe des ehemaligen Geländes der Marineflieger im Stadtteil Holtenau ziehen sich. „Wir sind im Standortdialog mit der Bundeswehr ein gutes Stück vorangekommen“, sagte Kiels Oberbürgermeister Samet Yilmaz (Grüne) der Deutschen Presse-Agentur. Dabei gehe es um ein umfangreiches Gesamtpaket.

„Neben der Übergabe von Teilen des MFG-5-Geländes müssen wir weitere Flächenfragen, bestehende Nutzungen, den Lärmschutz und den Nachteilsausgleich für unsere Stadt klären“, sagte Yilmaz. Diese Punkte müssten vor einem Vertragsabschluss verbindlich geregelt werden. „Dass die Zeitachse länger wird, ist Ausdruck dieser Komplexität und kein Zeichen dafür, dass die Verhandlungen feststecken.“

Weitere Gespräche

Im November sollen die Gespräche weitergehen. Dann geht es laut Yilmaz um einen belastbaren Zeitplan für die weiteren Schritte. „Einen festen Termin für den Abschluss der Verhandlungen können wir derzeit noch nicht nennen“, sagte Yilmaz.

Im Juni hatte die Kieler Ratsversammlung einer mit der Bundeswehr getroffenen Absichtserklärung zugestimmt. Die Vereinbarung sieht vor, dass ein Drittel von Holtenau Ost im städtischen Eigentum bleibt.

Die Fläche bietet früheren Angaben zufolge Platz für 700 Wohnungen, Wasserzugang und öffentliche Grünflächen. Mit weiteren vom Bund zur Verfügung gestellten Alternativflächen soll es Perspektiven für 2.275 Wohnungen geben. Ein öffentlicher Weg von Holtenau nach Friedrichsort für Fußgänger und Fahrradfahrer soll gewährleistet werden. Auf dem vor mehr als zehn Jahren frei gewordenen Gelände am Wasser wollte die Stadt eigentlich mehr als 2.000 Wohnungen bauen und einen neuen Stadtteil entwickeln. Über einen Kaufpreis gab es keine Angaben.

Die Marine will das Seebataillon von Eckernförde nach Kiel verlegen und den Marinestützpunkt erweitern. Es ist ohnehin der größte Stützpunkt an der Ostsee.

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