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KI soll Risiko von gehackten Berliner Daten bewerten helfen

Cyberkriminelle haben inzwischen eine riesige Menge an Dateien aus der Berliner Verwaltung veröffentlicht. Welche Daten sind besonders brisant? Künstliche Intelligenz soll helfen, das herauszufinden.

Von dpa

07.09.2026

Bei einem umfangreichen Hackerangriff auf das Datennetz der Berliner Verwaltung haben Cyberkriminelle Daten in großem Stil gestohlen. (Symbolbild)Sebastian Gollnow/dpa

Bei einem umfangreichen Hackerangriff auf das Datennetz der Berliner Verwaltung haben Cyberkriminelle Daten in großem Stil gestohlen. (Symbolbild)Sebastian Gollnow/dpa

© Sebastian Gollnow/dpa

Nach dem Ablauf des Ultimatums an den Berliner Senat haben Cyberkriminelle inzwischen Daten in riesigem Umfang im Darknet veröffentlicht. Das teilte Berlins Chief Digital Officer (CDO) Florian Hauer im Digitalisierungsausschuss mit. Die Erpresser hatten dem Land Berlin eine Frist bis Freitagnachmittag gesetzt. Für die unmittelbar danach veröffentlichten Daten nannte Hauer mit Berufung auf das Landeskriminalamt eine Größenordnung von 755.000 Dateien. 

„In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde ein weiteres Datenpaket freigegeben, das waren dann noch einmal 550.000 bis 560.000 Dateien.“ Damit sei eine Dimension von rund 1,3 Millionen erreicht. „Das ist rein zahlenmäßig eine immense Summe an Dateien, die da abgeflossen ist“, räumte Hauer ein. 

Die Cyberkriminellen hatten ein Lösegeld von 30 Bitcoins, umgerechnet rund zwei Millionen Euro gefordert. Das Land Berlin hatte sich darauf nicht eingelassen. Als wahrscheinlichstes Szenario in diesem Fall sei eine weitgehende Veröffentlichung der Daten angenommen worden, sagte Hauer. „So ist es dann auch gekommen.“ 

„Wir stehen vor der Aufgabe, dass wir feststellen müssen, was diese Dateien an Informationen enthalten“, erklärte Hauer. Bei mehr als einer Million Dateien, die mehrere Dokumente enthalten könnten, sei es sehr aufwendig, jede Datei einzeln durchzugehen. 

KI soll das Durchforsten der Dateien erleichtern

Um das Verfahren zu beschleunigen, sollen die Daten mit Hilfe von KI-Tools kategorisiert werden, sagte Hauer. So soll es möglich sein, eine Abstufung nach Risikopotenzial angezeigt zu bekommen und die Dateien, die dann als am meisten risikobehaftet erachtet werden, als Erstes zu prüfen.

Nach Angaben von Staatssekretär Alexander Slotty aus der vom Hackerangriff betroffenen Senatsbauverwaltung ist weiter unklar, wie und wo die Cyberattacke begonnen hat. „Insofern sind wir, was die Frage, wo genau das Ganze ausgelöst wurde, wo das passiert ist, genauso gespannt wie alle anderen auch.“

Über die Hacker-Gruppe Rhysida sei bekannt, dass sie oft mit Phishing-E-Mails agiere. Dabei muss der Empfänger dann zum Beispiel einen Link anklicken und ermöglicht so den Zugang von Schadsoftware ins eigene System. 

„Es gibt an dieser Situation wirklich nichts schönzureden. Trotzdem gibt es auch gute Nachrichten“, betonte Slotty. So sei nur ein Prozent der Daten abgeflossen, die sich auf den Servern der Senatsbauverwaltung befinden.

„Ein Prozent können trotzdem über eine Million Daten sein und natürlich ist das erschlagend“, so der Staatssekretär. „Aber es sind eben auch nicht mehr.“ 

Über die Hackergruppe sei auch bekannt, dass sie bei einer Cyberattacke häufig Daten lösche oder verschlüssele, die dann für die Opfer des Hackerangriffs möglicherweise für immer zerstört würden oder verloren gingen, sagte Slotty. „Und es sind keine Systeme in unseren Häusern verschlüsselt worden.“

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