HSV zu passiv in Dortmund - Vieira vor Rückkehr
Nur bis Dienstag ist der Transfermarkt noch offen. In Hamburg sehnen die HSV-Fans die Rückkehr des Portugiesen Fabio Vieira herbei. Es gibt eine neue Entwicklung.
Der HSV ohne Chance beim BVB.Fabian Strauch/dpa
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Viele Blicke aus Hamburg richteten sich nach der Auftaktpleite in der Fußball-Bundesliga schnell Richtung London. Nach dem 0:2 (0:2) bei Borussia Dortmund hoffen der HSV und viele seiner Anhänger auf die Rückkehr von Fabio Vieira.
Einen Tag nach der verdienten Niederlage zeichnet sich immer mehr ab: Der portugiesische Wunschspieler wird erneut vom FC Arsenal nach Hamburg wechseln - diesmal sogar fest. Nach einem Bericht des „Hamburger Abendblatts“ ist der 26 Jahre alte Vieira bereits in der Hansestadt angekommen, um dort den üblichen Medizincheck zu absolvieren. Transferschluss ist an diesem Dienstag.
„Fabio ist ein toller Spieler“, sagte Trainer Merlin Polzin vor dem Dortmund-Spiel bei Sky. Der in der vergangenen Saison vom FC Arsenal ausgeliehene Kreativspieler, der im Sommer nach Großbritannien zurückkehrte, verzauberte viele HSV-Fans mit sieben Treffern und sechs Vorlagen in 31 Partien. Der offensive Mittelfeldspieler steht ganz oben auf der To-do-Liste der hanseatischen Transferabteilung.
Krüger: Vieira „würde uns natürlich gut zu Gesicht stehen“
Interesse zeigt der HSV aktuell auch an den Außenverteidigern Arthur von Bayer Leverkusen und Zakaria El Ouahdi vom belgischen Erstligisten KRC Genk. Doch hinter den Kulissen arbeiten die Transfermacher der Hanseaten seit Wochen intensiv an einer Rückkehr von Vieira. Wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtete, bot der HSV für den 26-Jährigen zuletzt etwas weniger als zehn Millionen Euro. Arsenal wolle jedoch einen Käufer, der mindestens 15 Millionen Euro zahlt.
Sportvorständin Kathleen Krüger bestätigte vor der Partie in Dortmund, dass Profifußball-Direktor Claus Costa zu Gesprächen in London war. „Das ist Ausdruck dessen, dass wir Fabio sehr wertschätzen“, sagte Krüger bei Sky.
Es sei allerdings wichtig, wirtschaftlich gesund zu agieren. „Ich kann jeden HSVer beruhigen: Wir arbeiten ganz intensiv auf dem Transfermarkt und versuchen natürlich auch alles Richtung Arsenal London.“ Sie bekräftigte: „Er würde uns natürlich gut zu Gesicht stehen.“
HSV-Trainer Merlin Polzin. Fabian Strauch/dpa
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Vor allem der schwache Auftritt der Norddeutschen in der ersten Hälfte bei Borussia Dortmund machte deutlich, dass es dem Club an Kreativität in der Zentrale mangelt. Aber auch an vielen anderen Dingen.
Dass ein Spieler wie Vieira gefehlt habe, sah Polzin nicht unter den hauptsächlichen Kritikpunkten. „Es lag heute weniger daran, ob jetzt ein Spieler wie in der vergangenen Saison mit Fabio bei uns im Kader ist oder auf dem Feld steht, sondern eher an ganz anderen Dingen in der ersten Halbzeit, die nicht gegeben waren“, meinte Polzin.
Der HSV sei in der ersten Halbzeit „zu passiv“ gewesen, kritisierte Polzin. „Da sieht man bei beiden Gegentoren, dass wir nicht aufmerksam genug waren und nicht die Dinge umgesetzt haben, die wir uns vorgenommen haben.“ In vielen statistischen Belangen war der Champions-League-Teilnehmer klar überlegen.
Lemke einer der Lichtblicke
Zumindest in der zweiten Halbzeit präsentierten sich die Hamburger in der ersten Saison nach dem Abgang des überragenden Leihspielers Luka Vuskovic verbessert. „Das ist das, was wir von heute mitnehmen: Dass wir über 45 Minuten ein Gesicht gezeigt haben, mit dem ich mich sehr gut identifizieren kann, über 90 Minuten aber nicht“, bilanzierte Polzin.
Identifizieren konnte er sich auch mit dem Auftritt des 16 Jahre alten Louis Lemke, der unter der Woche beim 3:0-Pokal-Erfolg bei Drittligist SC Verl durch seinen Treffer jüngster Pflichtspiel-Torschütze in der langen HSV-Historie geworden war. Und nun folgte der erste Startelf-Einsatz in der Bundesliga für Lemke. „Er ist definitiv heute einfach besser geworden, weil er die Erfahrung gesammelt hat. Weil er gemerkt hat, was es bedeutet, Bundesligafußball zu spielen“, lobte Polzin den gebürtigen Hamburger aus dem eigenen Nachwuchs.
Die Fans des HSV feuern ihre Mannschaft an.Fabian Strauch/dpa
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