IG Metall ruft Automobil-Beschäftigte zu Aktionstag auf
Sparmaßnahmen und drohende Schließungen: Beschäftigte in der Automobil-Branche machen beim bundesweiten Aktionstag auf ihre Lage aufmerksam. Auch im Freistaat macht die Gewerkschaft mobil.
Auch in Thüringen beteiligen sich Menschen am bundesweiten Aktionstag der IG Metall.Marijan Murat/dpa
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Beschäftigte in der Automobilbranche sind in Thüringen heute aufgerufen, sich am bundesweiten Protesttag der Gewerkschaft IG Metall zu beteiligen. Anlässlich des Aktionstags finden im Freistaat Aktionen in den Regionen der Geschäftsstellen der Gewerkschaft in Erfurt, Nordhausen sowie Eisenach statt, wie ein Sprecher des IG Metall-Bezirks Mitte sagte.
Unter dem Motto „Zukunft statt Kahlschlag - Zusammenhalt ist unsere stärkste Marke“ rief die Gewerkschaft Beschäftigte bei Autoherstellern und Zulieferern auf. In Thüringen zählen dazu demnach etwa Informationsveranstaltungen sowie Betriebsversammlungen. Der Sprecher rechnete damit, dass sich in Thüringen rund 2.500 Menschen beteiligten.
Großkundgebung in Zwickau
Die IG Metall fordert unter anderem mehr Investitionen von den Unternehmen in ihre deutschen Standorte, aber auch eine Ausweitung der Zölle auf chinesische Autos. Zudem verlangt die Gewerkschaft: „Finger weg von der 35-Stunden-Woche!“.
An mehr als 200 Orten sollen den Angaben zufolge deutschlandweit mehr als 100.000 Menschen mobilisiert werden. Am Nachmittag ist etwa eine Großkundgebung im Stadtzentrum von Zwickau geplant, zu der laut IG Metall mehrere Tausend Menschen erwartet werden. Hintergrund ist, dass die Zukunft der dortigen Autofabrik von VW mit rund 8.000 Beschäftigten unklar ist. Nicht nur viele Mitarbeiter des Fahrzeugwerks selbst, sondern auch zahlreiche Beschäftigte von Zulieferfirmen in der Region bangen deswegen um ihre Jobs.