Grüne in MV: „Wer Schwesig will, muss Grün wählen“
Grünen-Spitzenkandidatin Claudia Müller wirbt in einer Vierer-Wahl-Runde für eine Koalition aus SPD, Linken und Grünen. Nur so sieht sie stabile Mehrheitsverhältnisse für Mecklenburg-Vorpommern.
Die Grünen und ihre Spitzenkandidatin Claudia Müller kämpfen um den Wiedereinzug in den Landtag.Philip Dulian/dpa
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Wenige Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die Grünen-Spitzenkandidatin Claudia Müller die Zweitstimmenkampagne ihrer Partei untermauert. „Wer Schwesig will, muss Grün wählen“, sagte sie in der TV-Runde im NDR.
Wer sich die Zahlen anschaue, der stelle fest: Eine stabile Regierung könne nur in einer Koalition aus SPD, Linken und Grünen bestehen. „Wir haben hier in Mecklenburg-Vorpommern die Chance, eine stabile, demokratische Mehrheit hinzubekommen und damit klare und sichere Verhältnisse, um dieses Land die nächsten fünf Jahre zu gestalten“, sagte Müller.
Ein Blick in die anderen Ost-Bundesländer zeige, wie instabil die Regierungen dort bereits seien. Sachsen und Thüringen würden von Minderheitsregierungen geführt, in Brandenburg sei die Koalition bereits zerbrochen. „Und Sachsen-Anhalt ist de facto nicht regierbar“, sagte die Grünen-Politikerin.
Zwar gebe es verschiedene Varianten und etwa auch Gespräche zwischen BSW und AfD. Diese versprächen aber keine stabilen Verhältnisse.
Grüne in Umfrage nur bei 5 Prozent
Eine ZDF-Umfrage sah die CDU zuletzt nur noch bei sieben Prozent. Das wäre ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl seit Gründung der Bundesrepublik. Die Linke kam auf 10 Prozent, die Grünen bekamen 5 und das BSW 4 Prozent. Die AfD lag mit 37 Prozent drei Punkte vor der SPD.
Gewählt wird in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September. Einen Tag nach der TV-Runde der Spitzenkandidaten der vier Parteien Die Linke, CDU, Grüne und BSW treten in einem Duell beim NDR Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und ihr Herausforderer Leif-Erik Holm von der AfD vor die Kameras.