Fotografen-„Mauer“ stört Tuchels besonderes WM-Erlebnis
Die englische Nationalhymne beim allerersten WM-Spiel hören: Darauf hatte Thomas Tuchel lange hingefiebert. Doch das Erlebnis wurde „ein bisschen ruiniert“, wie er sagt.
Thomas Tuchel (l) hatte ein Problem beim Abspielen der Nationalhymnen. Julio Cortez/AP/dpa
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Das erste WM-Spiel seiner Karriere war für Thomas Tuchel „sehr emotional“ und am Ende auch erfolgreich - doch eine Sache störte Englands Trainer gewaltig. „Ich flehe die FIFA an, die Position der Fotografen während der Nationalhymnen zu ändern“, sagte der 52-Jährige nach dem 4:2-Sieg im ersten Gruppenspiel im Dallas Stadion gegen Kroatien.
„Es war ein sehr spezieller Moment und ich habe vor einer Mauer von 50 Fotografen gestanden, einen halben Meter entfernt, und ich konnte keinen einzigen Spieler sehen“, erklärte der deutsche Coach der Three Lions: „Und das hat das Erlebnis ein bisschen ruiniert.“
„Ich will nirgendwo anders auf der Welt sein als hier“
Ansonsten war Tuchel aber natürlich glücklich über den Auftaktsieg, der seine fast schon kindliche Freude über das WM-Erlebnis nochmals verstärken dürfte. Als er als Trainer angefangen habe, sei so etwas „zu groß gewesen, um davon zu träumen“, sagte der frühere Bundesligacoach. Jetzt könne er verstehen, „was es bedeutet, Teil einer Weltmeisterschaft zu sein. Ich will nirgendwo anders auf der Welt sein als hier.“
Tuchel als „Professor“ angesprochen
Tuchel wirkt aktuell trotz des Titeldrucks aus England entspannter als zum Beispiel oft während seiner Zeit beim FC Bayern. Als er bei der Pressekonferenz nach dem Sieg gegen Kroatien von einer kolumbianischen Reporterin mit „Professor“ angesprochen wurde, bedankte er sich lächelnd bei ihr.