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Firmeninsolvenzen in Thüringen auf höchstem Stand seit 2017

In Thüringen sind im vergangenen Jahr mehr Firmen und Verbraucher zahlungsunfähig geworden. Besonders betroffen: Kfz-Händler und -Werkstätten. Was die Statistik noch zeigt.

Von dpa

18.03.2026

Die Thüringer Amtsgerichte entschieden 2025 über insgesamt 2.357 Insolvenzverfahren. (Symbolbild)Jonas Walzberg/dpa

Die Thüringer Amtsgerichte entschieden 2025 über insgesamt 2.357 Insolvenzverfahren. (Symbolbild)Jonas Walzberg/dpa

© Jonas Walzberg/dpa

In Thüringen sind im vergangenen Jahr angesichts einer schwachen Konjunktur und eines angespannten Arbeitsmarktes deutlich mehr Unternehmen und Verbraucher in finanzielle Schieflage geraten. Die Thüringer Amtsgerichte entschieden 2025 über insgesamt 2.357 Insolvenzverfahren und damit über 156 Anträge mehr als 2024, wie das Statistische Landesamt in Erfurt mitteilte. Das entspricht einem Anstieg um 7,1 Prozent. 

Die dauerhaft schwierige Wirtschaftslage machte sich in einer sprunghaft gewachsenen Zahl an Firmenpleiten bemerkbar. So stellten den Angaben nach 2025 im Freistaat 345 Unternehmen einen Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung und damit 30,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Das ist der höchste Stand an Unternehmensinsolvenzen seit 2017.

Die finanziell angeschlagenen Betriebe beschäftigten zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags den Angaben nach noch 3.592 Arbeitnehmer. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen beliefen sich demnach auf rund 289 Millionen Euro. Mit 56 Insolvenzverfahren waren am häufigsten Kfz-Händler und -Werkstätten betroffen, aber auch 52 Baufirmen und 46 Industriebetriebe kamen ins Schlingern.

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen nahm im vergangenen Jahr um sieben Prozent zu. Insgesamt wurden 1.530 Verbraucherinsolvenzverfahren beantragt. Im Schnitt standen Privatpersonen mit rund 57.000 Euro bei ihren Gläubigern in der Kreide.

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