WM 2026

Es geht um WM-Tickets: Gericht erlässt Verfügung gegen FIFA

Die Ticketpreise und der Verkauf von Eintrittskarten für die Fußball-WM sorgen schon lange für Diskussionen. Nun gibt es einen Gerichtsbeschluss.

Von dpa

17.07.2026

Bei ihrem Zweitmarkt profitiert die FIFA von Wiederverkäufen gleich doppelt. (Archivbild)Maximilian Haupt/dpa

Bei ihrem Zweitmarkt profitiert die FIFA von Wiederverkäufen gleich doppelt. (Archivbild)Maximilian Haupt/dpa

© Maximilian Haupt/dpa

Im Zusammenhang mit dem Verkauf von WM-Tickets hat das Landgericht Frankfurt eine einstweilige Verfügung gegen die FIFA erlassen. Der Beschluss gebe dem Fußball-Weltverband auf, „bestimmte Gestaltungen im Zusammenhang mit dem Ticketverkauf in der Bundesrepublik Deutschland gegenüber Verbrauchern zu unterlassen“, teilte das Gericht auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Gegen den Beschluss ist Widerspruch möglich.

Die Ticketverkaufsplattform Ticombo GmbH als Antragsstellerin wirft der FIFA manipulative Ticketvergabeverfahren vor. Dabei geht es unter anderem um Zeitdruck und die Gestaltung des Kaufablaufs sowie um mangelnde Transparenz auf der Wiederverkaufsplattform des Weltverbands.

Auch US-Justiz befasste sich schon mit dem Thema

Die FIFA steht seit Monaten wegen hoher Preise und ihrer Praktiken beim Ticketverkauf für das XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko in der Kritik. Auch die US-Justiz beschäftigte sich schon mit dem Thema.

Durch ein dynamisches Preismodell schwanken die Beträge, die Fans für Eintrittskarten bezahlen müssen, stark. Auf dem offiziellen Zweitmarkt reguliert die FIFA die Preise zudem nicht und profitiert bei Verkäufen gleich doppelt. Der Weltverband kassiert pro Ticket eine Gebühr von 15 Prozent vom Verkäufer und vom Käufer.

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