dpa

Eigentor und Pleiten-Serie: Etas Union-Fehlstart perfekt

Union Berlins Fußballerinnen finden keinen Weg aus der Krise. Ein Tor und neun Gegentreffer nach vier Spielen verdeutlichen den verkorksten Saisonstart. Gegen Köln patzt vor allem die Torhüterin.

Von dpa

13.09.2026

Ratlos an der Seitenlinie: Marie-Louise Eta erlebt zum Saisonauftakt vier Niederlagen. (Archivbild)Soeren Stache/dpa

Ratlos an der Seitenlinie: Marie-Louise Eta erlebt zum Saisonauftakt vier Niederlagen. (Archivbild)Soeren Stache/dpa

© Soeren Stache/dpa

So hatten sich die Fußballerinnen des 1. FC Union Berlin und Trainerin Marie-Louise Eta den Saisonstart ganz und gar nicht vorgestellt. Statt die Titeljägerinnen des FC Bayern und des VfL Wolfsburg herauszufordern, stecken die Köpenickerinnen tief in der Krise. „Dass wir jetzt am vierten Spieltag immer noch keine Punkte haben, war nicht der Plan. Wir wollten anders in die Saison starten“, sagte Mittelfeldspielerin Anna Weiß nach dem nächsten K.o. in der Bundesliga.

Die Auftaktniederlagen gegen den FC Bayern, Freiburg und Frankfurt ließen sich angesichts der Stärke der Gegner noch erklären. Spätestens nach dem 0:3 gegen den 1. FC Köln gibt es bei den ambitionierten Köpenickerinnen jedoch nichts mehr schönzureden. „Es gibt viele Bereiche, an denen wir in der nächsten Woche arbeiten müssen, um gegen RB Leipzig ein anderes Gesicht zeigen zu können“, sagte Eta, die mit ihrem Team auf einem Abstiegsplatz steht.

Torhüterin Böhi mit großem Patzer

Der Auftritt gegen Köln geriet zu 90 Minuten voller Pech und Pannen. Union-Keeperin Nadine Böhi leitete den verkorksten Nachmittag in der 19. Minute mit einem Eigentor ein, nachdem sie den Ball zuvor praktisch in die Füße der Gegenspielerin gespielt hatte. Auch beim zweiten Gegentreffer stand die Torhüterin im Mittelpunkt: Eine Faustabwehr landete direkt auf dem Kopf von Pauline Brehmer (50.).

Bislang kein Grund zur Freude für Geschäftsführerin Profifußball Frauen, Jennifer Zietz und Präsident Dirk Zingler. (Archivbild)Soeren Stache/dpa

Bislang kein Grund zur Freude für Geschäftsführerin Profifußball Frauen, Jennifer Zietz und Präsident Dirk Zingler. (Archivbild)Soeren Stache/dpa

© Soeren Stache/dpa

Lydia Andrea (83.) sorgte schließlich für den Endstand und machte ein aus Union-Sicht katastrophales Wochenende perfekt. Schon am Vorabend hatten die Männer mit 1:3 gegen Schalke verloren. Auch die Bilanz der Frauen ist ernüchternd: In vier Spielen erzielte die Eta-Auswahl nur ein Tor und kassierte neun Gegentreffer. 

Schon früh in der Saison hinken die Eisernen damit ihren eigenen Ansprüchen weit hinterher. Nach Platz neun in der vergangenen Spielzeit wollte man in der zweiten Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte oben mitmischen. Die nächste Chance auf den Premierensieg gibt es am 20. September (18.30 Uhr) im Stadion An der Alten Försterei gegen RB Leipzig.

Karte