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Dutzende Torfkähne auf historischer Fahrt

Alte Kähne auf historischen Wasserwegen: Dutzende Holzboote nehmen an diesem Wochenende Kurs auf Bremen. Wie die Tradition an die harte Zeit der Moorbauern erinnern soll.

Von dpa

25.04.2026

Dutzende Torfkähne haben Kurs auf Bremen genommen. Focke Strangmann/dpa

Dutzende Torfkähne haben Kurs auf Bremen genommen. Focke Strangmann/dpa

© Focke Strangmann/dpa

Es ist ein Bild wie aus einer anderen Zeit: Dutzende Torfkähne haben Kurs auf Bremen genommen. Die historische Flotte erinnert an die mühsame Arbeit der Moorbauern, die so früher Torf in die Stadt transportierten. 

Welche Route die Flotte nimmt

Die Kähne legten morgens im Hafen des Künstlerdorfs Worpswede ab und folgten den alten Wasserwegen der Flüsse Hamme und Wümme. Heutzutage sind die detailgetreuen Nachbauten zwar motorisiert, doch die braunen Segel werden nach Möglichkeit immer noch gehisst. Nach rund neun Stunden Fahrt erreichten sie ihr Ziel im Torfhafen im Bremer Stadtteil Findorff.

Wer das Schauspiel verpasst hat, kann die Torfkähne am Sonntag vom Ufer aus beobachten. Dann tritt die Flotte ihren Rückweg Richtung Teufelsmoor an.

Die Torfkähne erinnern an die mühsame Arbeit der Moorbauern.Focke Strangmann/dpa

Die Torfkähne erinnern an die mühsame Arbeit der Moorbauern.Focke Strangmann/dpa

© Focke Strangmann/dpa

Eine Reise in die Vergangenheit

Die historische Torfkahnarmada findet alle drei Jahre statt und erinnert an die Verbindung zwischen den Moorbauern und der Hansestadt. 

Über Jahrhunderte beluden die Bauern aus dem Teufelsmoor ihre flachen Kähne mühsam mit Torf, um ihre Kunden mit Heizmaterial zu beliefern. Ihr Leben war von harter körperlicher Arbeit, dem Wetter und den Jahreszeiten bestimmt. Je nach Wind konnte die Fahrt nach Bremen bis zu drei Tage dauern. 

Auf dem Rückweg waren die Kähne mit Waren aus der Stadt beladen – etwa mit Salz, Werkzeug oder Zeitungen. Die Ära der Torfschifffahrt endete im 20. Jahrhundert mit neuen Bahnlinien und billigerer Kohle.

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