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Dussmann mit Rekordumsatz und neue Pläne fürs Kulturkaufhaus

Die Dussmann Group erzielt mit 3,4 Milliarden Euro Umsatz ein Rekordjahr - und plant einen neuen Standort für das Kulturkaufhaus im KaDeWe. Auch eine Bühne und Café soll es dort geben.

Von dpa

12.05.2026

Das Kulturkaufhaus Dussmann in der Friedrichstraße ist auch wirtschaftlich erfolgreich. (Archivfoto)Soeren Stache/dpa

Das Kulturkaufhaus Dussmann in der Friedrichstraße ist auch wirtschaftlich erfolgreich. (Archivfoto)Soeren Stache/dpa

© Soeren Stache/dpa

Der vor allem für sein Kulturkaufhaus in der Berliner Friedrichstraße bekannte Dienstleistungskonzern Dussmann hat erneut ein wirtschaftliches Rekordjahr hinter sich. Das Familienunternehmen erzielte 2025 einen Konzernumsatz von 3,4 Milliarden Euro, wie der Vorstandsvorsitzende der Dussmann Group, Wolf-Dieter Adlhoch, bei der Jahrespressekonferenz bekanntgab. Das waren noch einmal 3,8 Prozent mehr als im Jahr davor.

Auch die Profitabilität habe das Unternehmen steigern können - und das inmitten der längsten Wirtschaftskrise der Nachkriegsgeschichte, wie Adlhoch betonte. Das Kulturkaufhaus in Berlin-Mitte mit seinem breiten Angebot unter anderem an Büchern, Platten, CDs, DVDs und Spielen hat am gesamten Geschäft nur einen kleinen Anteil. Es steigerte seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 6,7 Prozent auf 48 Millionen Euro. 

Die Dussmann Group verdient ihr Geld vor allem mit Gebäudemanagement-, Catering-, Pflege- und technischen Diensten. Dazu gehört unter anderem auch die Reinigung oder die Überwachung von Industrie- und Bürogebäuden. 

Das Wachstum bei Umsatz und Ergebnis geht nach Angaben des Unternehmens insbesondere auf die Geschäftsentwicklung im Facility-Management- und Food-Services-Geschäft zurück.

Rekordzahl an Beschäftigten 

Insgesamt habe es auch bei der Beschäftigtenzahl mit weltweit 72.000 ein Rekordniveau gegeben, sagte Adlhoch. In Deutschland seien es 25.000, etwa so viele wie im Jahr davor. 

Dussmann betreibt auch eigene Kindergärten und Senioren-Wohnheime. Die Herausforderungen im Pflegemarkt seien allerdings groß, sagte Adlhoch - und dürften mit den Plänen der Bundesregierung für eine Pflegereform noch größer werden. Die Dussmann Group blicke insgesamt aber verhalten optimistisch auf das Geschäftsjahr 2026.

Café und Bühne im KaDeWe

Das Kulturkaufhaus soll schon bald auch im Kaufhaus des Westens (KaDeWe) in Charlottenburg zu finden sein, wie die Vorsitzende des Stiftungsrats der Peter Dussmann-Stiftung, Catherine von Fürstenberg-Dussmann, ankündigte. 

Dort soll in der vierten Etage auf einer Fläche von 1.500 Quadratmetern ein „Satellit“ des Haupthauses eröffnen. Das Konzept werde gemeinsam mit dem KaDeWe entwickelt. „Ich hoffe, es wird fertig bis kurz vor Weihnachten“, so die Stiftungsratsvorsitzende. 

Stiftungsratsvorsitzende Catherine von Fürstenberg-Dussmann hat bekanntgegeben, dass das Kulturkaufhaus auch im KaDeWe vertreten sein wird. (Archivfoto)Soeren Stache/dpa

Stiftungsratsvorsitzende Catherine von Fürstenberg-Dussmann hat bekanntgegeben, dass das Kulturkaufhaus auch im KaDeWe vertreten sein wird. (Archivfoto)Soeren Stache/dpa

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„So ein Angebot bekommt man nicht jeden Tag“ 

Zu dem geplanten „kulturellen Begegnungsort“ im KaDeWe an der Tauentzienstraße im Westen Berlins werde auch ein Café mit 150 Sitzplätzen und eine Bühne für Events gehören. Ähnlich wie im Kulturkaufhaus an der Friedrichstraße mit seinen 7.500 Quadratmetern auf fünf Etagen soll es dort Kulturveranstaltungen wie Lesungen und Konzerte geben. 

Eine Konkurrenz sei das nicht, sagte von Fürstenberg-Dussmann. Das Publikum in der City West sei ein anderes. Die Initiative für das neue Projekt sei vom KaDeWe ausgegangen. „Da habe ich gesagt, warum nicht? So ein Angebot bekommt man nicht jeden Tag.“

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