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Schwarzarbeit: Zoll deckt Millionenschaden 2025 auf

Neben Schwarzarbeit entdeckten Zöllner in Thüringen und Teilen Sachsens bei ihren Kontrollen auch Drogen, illegale Feuerwerkskörper und verbotene Waffen. Welche Bilanz das Hauptzollamt für 2025 zieht.

Von dpa

12.05.2026

Das Hauptzollamt Erfurt hat 2025 in Thüringen und Südwestsachsen 1.585 Arbeitgeber kontrolliert. (Symbolbild)Julian Stratenschulte/dpa

Das Hauptzollamt Erfurt hat 2025 in Thüringen und Südwestsachsen 1.585 Arbeitgeber kontrolliert. (Symbolbild)Julian Stratenschulte/dpa

© Julian Stratenschulte/dpa

Der Zoll hat im vergangenen Jahr in Thüringen und in Südwestsachsen bei Kontrollen erneut einen Millionenschaden durch Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung aufgedeckt. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Erfurt überprüfte im vergangenen Jahr 1.585 Arbeitgeber. Dabei seien die Papiere von mehr als 17.000 Menschen kontrolliert worden, teilte das Hauptzollamt mit. Wegen einer Vielzahl von Verstößen unter anderem gegen die Sozialversicherungspflichten seien 3.472 Strafverfahren und 2.153 Bußgeldverfahren eingeleitet worden. 

Der durch Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung aufgedeckte Gesamtschaden habe sich auf 76,3 Millionen Euro belaufen. Dieser resultiert den Angaben nach unter anderem aus nicht oder zu wenig gezahlten Sozialversicherungsbeiträgen, Beiträgen zur Sozialkasse des Baugewerbes oder Beiträgen an die Berufsgenossenschaften sowie aus unrechtmäßig bezogenen Leistungen von Arbeitsagenturen und Jobcentern oder Mindestlohnverstößen.

Geld- und Freiheitsstrafen verhängt

Die im vergangenen Jahr abgeschlossenen Ermittlungsverfahren führten zu Freiheitsstrafen von insgesamt 36,8 Jahren. Die von den Gerichten verhängten Geldstrafen beliefen sich auf 1,1 Millionen Euro. Das Hauptzollamt Erfurt verhängte zudem Bußgelder in Höhe von 4,4 Millionen Euro.

Der Jahresbilanz zufolge hat das Hauptzollamt im vergangenen Jahr außerdem 950,7 Millionen Euro Steuern und Abgaben eingenommen und damit 108,8 Millionen Euro mehr als 2024. Davon entfielen 476,5 Millionen Euro auf Einfuhrabgaben wie Zölle. Zudem wurden insgesamt 44,5 Millionen Euro aus der Vollstreckung von offenen Forderungen des Bundes und der Sozialbehörden eingetrieben. 

Drogen und Waffen sichergestellt

Bei Verkehrskontrollen stellten Zöllner unter anderem 47,5 Kilogramm Betäubungsmittel, 496 Kilogramm illegale Feuerwerkskörper, über eine Million Schmuggelzigaretten sowie 192 Waffen oder Waffenteile sicher, deren Einfuhr verboten ist.

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