Klose will’s beim 1. FC Nürnberg scheppern lassen
Zehnter, Achter - und nun? Miroslav Klose und sein 1. FC Nürnberg behalten ihr Tabellenziel für sich. Auf dem Rasen will der Weltmeister von 2014 aber Feuer sehen. Wohin kann das führen?
Miroslav Klose (l) geht beim 1. FC Nürnberg in seine dritte Saison als Trainer. (Archivbild)Daniel Karmann/dpa
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Jetzt soll es bei Miroslav Kloses 1. FC Nürnberg so richtig krachen. Zumindest auf eine gute Art und Weise. Der Weltmeister von 2014 hofft mit dem Auftakt in die 2. Fußball-Bundesliga am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) zu Hause gegen Dynamo Dresden vor erwarteten 42.000 Fans auf einen leidenschaftlichen Wettbewerb unter seinen Spielern.
„Ich hoffe, dass es scheppert, knallt im Konkurrenzkampf auf vielen Positionen. Wenn der eine am Sonntag ein bisschen die Nase vorn hat, verlange ich auch eine Reaktion auf der Position. Das hat im Training schon sehr gut ausgesehen“, sagte Klose vor dem Start in seine dritte Saison als Club-Trainer.
Der Sportvorstand und seine Prognose
Der Konkurrenzkampf soll die Mannschaft voranbringen. Nach den Plätzen zehn und acht in den vergangenen beiden Jahren wollen die Nürnberger auf jeden Fall höher hinaus. Ein Tabellenziel haben sie aber zumindest öffentlich nicht formuliert. Sie sind gewarnt.
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„Zur Platzierung werde ich mich nicht äußern“, verkündete Sportvorstand Joti Chatzialexiou schon beim Trainingsauftakt. Der Nürnberger Funktionär hatte noch vor dem Start der vergangenen Saison ausgerufen, mit dem Traditionsverein unter die Top 25 Deutschlands kommen zu wollen. Nach einem Fehlstart mit nur einem Zähler aus den ersten fünf Zweitligapartien und dem Aus in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den Viertligisten FV Illertissen ist der Nürnberger Sportvorstand aber vorsichtig geworden.
Komplett neue Innenverteidigung
Die Spieler sind intern weniger zurückhaltend. Kapitän Jan Reichert & Co. wollen „nach vorne, oben schauen.“ „Ich bin unwahrscheinlich glücklich, dass es die Jungs selbst in die Hand nehmen und gewisse Saisonziele miteinander formulieren“, sagte Klose, der zum Start in der Abwehr auf Stjopa Mkrtschjan (Muskulatur) sowie die beiden Neuzugänge Andrea Ceresoli und Mikayil Faye (beide Trainingsrückstand) verzichten muss.
Geht er doch noch? Nürnbergs Toptorschütze Mohamed Ali Zoma. (Archivbild)Daniel Karmann/dpa
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Klose soll dabei in die Karten spielen, dass ein Mega-Umbruch in diesem Sommer ausgeblieben ist. Zwar ist die Innenverteidigung nach den millionenschweren Abgängen von Kapitän Fabio Gruber (1. FSV Mainz) und Luka Lotschoschwili (1. FC Köln) mit Fynn Otto (SC Verl) und Alexios Kalogeropoulos (Olympiakos Piräus) komplett neu.
Dafür gibt es aber noch genügend Korsettstangen aus der vergangenen Saison. Von etwa Adam Markhiev über Julian Justvan bis hin zu Mohamed Ali Zoma. Der Stürmer war mit 14 Treffern Toptorschütze der Franken und könnte den Verein für eine hohe Millionenablöse immer noch kurzfristig verlassen.
„Ab Sonntag ist Druck da“
„Die Vorfreude ist nicht nur bei den Fans, sondern auch bei uns riesengroß“, beteuerte Klose. Und das, obwohl die Franken schon in ihre achte Saison in der 2. Bundesliga nacheinander gehen.
Damit die Euphorie nicht wie nach dem Fehlstart in der vergangenen Saison schnell verfliegt, sollen gleich die ersten Erfolgserlebnisse her. Erst gegen Dresden, dann im Franken-Derby bei der SpVgg Greuther Fürth und schließlich am 22. August im DFB-Pokal bei Viktoria Köln. „Ab Sonntag ist Druck da“, sagte Klose, „da müssen wir.“