WM 2026

Das sagen Tah und Schlotterbeck zu den KI-Songs zur WM

Früher sangen Franz Beckenbauer und Co. den WM-Song. Heute machen Algorithmen zweifelhafte Stimmung. Warum die DFB-Stars wenig mit den KI-Liedern anfangen können.

Von dpa

12.06.2026

Bei der WM geht es auch um andere Themen als Fußball, wie zum Beispiel Musik. Federico Gambarini/dpa

Bei der WM geht es auch um andere Themen als Fußball, wie zum Beispiel Musik. Federico Gambarini/dpa

© Federico Gambarini/dpa

Die Musik rund um die Fußball-WM findet bei den deutschen Nationalspielern nicht immer Anklang. Besonders, wenn es um mit Künstlicher Intelligenz produzierte Songs geht. „Ich mag es, wenn das wirklich echte Musiker sind und echte Menschen“, sagte Verteidiger Jonathan Tah vor dem WM-Auftaktspiel gegen Curaçao.

Auch sein Abwehrkollege Nico Schlotterbeck sieht den Trend zu Klamauk-Liedern im Internet skeptisch. „Ich hab’s mitbekommen. Also, ich finde manche gut, manche nicht so gut“, sagte der Dortmunder. Innerhalb der DFB-Elf habe sich noch kein Song herauskristallisiert, der zum Turnier-Hit werden könnte. 

Rund um die WM in den USA, Mexiko und Kanada kursieren viele Lieder über die Nationalspieler, manche davon mit zweifelhaftem Inhalt via KI. Dies hat nichts mehr mit der einstigen WM-Tradition des DFB zu tun. 

Früher sangen die DFB-Stars selbst

Bei früheren Turnieren wurden mit den Nationalspielern einst Schallplatten produziert. Udo Jürgens nahm mit dem Team vor der WM 1978 im Tonstudio den Song „Buenos Dias Argentina“ auf. Das Lied eroberte die Hitparade. Vor dem WM-Triumph 1990 in Italien intonierten Teamchef Franz Beckenbauer und die Spieler um Kapitän Lothar Matthäus wieder mit Udo Jürgens „Wir sind schon auf dem Brenner“. 1994, als die WM auch in den USA stattfand, sangen die DFB-Kicker mit den Village People „Far Away in America“. 

Als KI noch keine Rolle spielte, sangen die deutschen Fußballer wie hier 1978 mit Udo Jürgens noch selbst. (Archivbild) Roland Scheidemann/dpa

Als KI noch keine Rolle spielte, sangen die deutschen Fußballer wie hier 1978 mit Udo Jürgens noch selbst. (Archivbild) Roland Scheidemann/dpa

© Roland Scheidemann/dpa

Er sei nicht für die Musikauswahl in der DFB-Kabine zuständig, erzählte Schlotterbeck. „Ich höre da gerne zu, deswegen freue ich mich einfach, wenn gute Musik läuft. Und ich finde, das kriegen die Jungs auch immer ganz gut hin“, sagte der 26-Jährige. 

Tah will sich auf Fußball konzentrieren

Kollege Tah zeigte sich ob der Thematik amüsiert. „Aber es ist schon lustig, wie viel sich damit beschäftigt wird von außen. Aber wir fokussieren uns lieber einfach auf das Wesentliche“, sagte der 30-Jährige.

Karte