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Daimler Truck erhöht Prognose

Trotz aktuell rückläufiger Zahlen hebt der Konzern die Prognose für 2026 an. Neue US-Zollregeln und höhere Erwartungen in Nordamerika spielen dabei eine wichtige Rolle.

Von dpa

22.07.2026

Daimler Truck erwartetet mehr Absatz in Nordamerika. (Archivbild)Bernd Weißbrod/dpa

Daimler Truck erwartetet mehr Absatz in Nordamerika. (Archivbild)Bernd Weißbrod/dpa

© Bernd Weißbrod/dpa

Dank Fortschritten in den Vereinigten Staaten erwartet der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck etwas bessere Geschäfte - und hat daher seine Prognose erhöht. „Das US-Handelsministerium habe den Antrag auf Anerkennung von US-Wertschöpfungsanteilen mit Wirkung zum 1. November 2025 genehmigt“, teilte der Dax-Konzern in Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart mit. Neben dieser für das Unternehmen positiven Entscheidung erwartet Daimler Truck jetzt in Nordamerika auch einen etwas besseren Absatz.

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll der erhöhten Prognose zufolge im laufenden Jahr zwischen 3,6 und 4,1 Milliarden Euro liegen. Damit wurde die Spanne um jeweils 400 Millionen erhöht. Beim Umsatz im Industriegeschäft - also ohne Finanzdienstleistungen - wurde die Zielspanne um jeweils eine Milliarde Euro auf 43 bis 47 Milliarden Euro erhöht. 2025 hatte Daimler im Industriegeschäft knapp 46 Milliarden Euro umgesetzt und dabei operativ 3,8 Milliarden Euro verdient.

Auf das zweite Quartal hatte die Anerkennung von US-Wertschöpfungsanteilen keine Auswirkungen. In den drei Monaten gingen sowohl der Umsatz als auch operativer Gewinn des Konzerns nach vorläufigen Angaben erneut zurück. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sackte um ein Viertel auf 838 Millionen Euro ab. Der Umsatz im Industriegeschäft lag bei 11,4 Milliarden Euro, nach 11,8 Milliarden Euro im zweiten Quartal des Vorjahres.

Konzern unter Druck

Der Nutzfahrzeughersteller steht unter Druck, weil es zuletzt nicht rund lief. Der Gewinn war 2025 um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf zwei Milliarden Euro eingebrochen. US-Zölle und eine schwache Nachfrage in Nordamerika hatten das Geschäft stark belastet. Auch der Umsatz und die Verkaufszahlen waren zurückgegangen. Im ersten Quartal dieses Jahres brach der Gewinn sogar um 80 Prozent ein.

Um wettbewerbsfähiger zu werden, hatten die Schwaben bereits vergangenes Jahr das Sparprogramm „Cost Down Europe“ aufgelegt. Bis 2030 sollen damit die laufenden Kosten auf dem Heimatkontinent um mehr als eine Milliarde Euro sinken. In Deutschland sollen deshalb ungefähr 5.000 Stellen wegfallen.

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