CDU-Kandidat im Norden: Führen einen Existenzkampf
Bei der CDU in Mecklenburg-Vorpommern schrillen angesichts der Umfrageergebnisse die Alarmsirenen. Der Spitzenkandidat beschreibt die Lage drastisch und grenzt sich von Berlin ab.
Mecklenburg-Vorpommerns CDU-Spitzenkandidat Peters (r) hat sich im Wahlkampf Hilfe von NRW-Ministerpräsident Wüst geholt - die Bundespolitik in Berlin sorgt seinen Angaben nach hingegen eher für Gegenwind.Stefan Sauer/dpa
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Der CDU-Spitzenkandidat in Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters, hat gut eine Woche vor der Landtagswahl die Bundesregierung kritisiert und vor den Konsequenzen am Wahltag gewarnt. Die CDU im Land befinde sich durch die zunehmende Zuspitzung des Wahlkampfes und die anhaltende Kritik an der Bundesregierung „in einer ernsten Lage“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.
„Wir führen mittlerweile einen Existenzkampf“, sagte er Welt-TV. In jüngsten Umfragen kommt die CDU im Nordosten auf nur noch sieben Prozent der Stimmen.
Peters versuchte sich im Welt-TV-Interview einmal mehr von Bundeskanzler Friedrich Merz zu distanzieren. Bei der Wahl gehe es um Landes- und nicht um Bundespolitik. Das versuche er auch den Wählern zu vermitteln, sagte der gebürtige Rostocker.
Keine weiteren Wahlkampftermine mit Merz
Er bestätigte, dass es keine weiteren Wahlkampftermine mit Merz vor der Abstimmung geben werde. Der Kanzler ist lediglich am 31.8. in Kühlungsborn öffentlich in Mecklenburg-Vorpommern aufgetreten, dort aber teilweise ausgepfiffen und beschimpft worden. „Im Moment sind die Menschen von der Bundespolitik hier bei mir sehr enttäuscht und darunter leiden wir“, machte der CDU-Politiker Berlin mitverantwortlich für die schlechten Umfrageergebnisse. Die Koalition dort habe „offenbar noch nicht verstanden, worum es eigentlich geht“, klagte er. Am 20. September wählt Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Landtag.