Klopp bald im Bundestrainer-Amt: Einigung mit Red Bull
Das Gespräch zwischen Jürgen Klopp und seinem Noch-Arbeitgeber Red Bull ist für den DFB wunschgemäß verlaufen. Die Bundestrainer-Frage steht kurz vor der Lösung. Klopp spricht nur noch von Details.
Eine entscheidende Hürde weniger: Jürgen Klopp kann jetzt Bundestrainer werden. (Archivbild)Tom Weller/dpa
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Jürgen Klopp ist frei für das Bundestrainer-Amt. Bis zur endgültigen Einigung müsse man sich ein wenig noch gedulden, merkte der große Wunschkandidat an, doch Zweifel gibt es praktisch nicht mehr. Denn: Sein Vertrag mit Red Bull ist kein Hindernis mehr. „Ich habe eine Einigung und eine Regelung mit Red Bull gefunden, eine sehr, sehr großzügige Regelung, wenn man so will“, sagte Klopp bei MagentaTV kurz vor dem Anpfiff des WM-Endspiels in East Rutherford.
Klopp verwies aber noch auf anstehende Gespräche mit dem DFB. „Es ist nichts final und das ist nun mal so. Es ist ja so, die Gespräche liefen und alles geht in die richtige Richtung“, sagte Klopp. Details zum Gespräch mit Red-Bull-Chef Oliver Mintzlaff nannte Klopp zwar nicht. Sein bis 2029 datierter Vertrag als weltweiter Fußball-Chef beim Getränkekonzern hat demnach aber offenbar keine Gültigkeit mehr, so dass er zum DFB wechseln kann.
Vorstellung am Freitag geplant
Klopp soll möglichst in der kommenden Woche als neuer Bundestrainer beim DFB vorgestellt werden, sobald letzte Vertragsdetails geklärt sind. „Es sollte dann in den nächsten Tagen passieren, im Idealfall“, sagte Klopp.
Es müssten aber noch „viele Gespräche“ geführt werden, sagte Klopp, und deutete an, dass es noch Fragen zu klären gibt. Klopp monierte auch, dass in den vergangenen Tage zu viele Details durchgesickert seien. Nicht alle Berichte seien korrekt gewesen.
Klopp soll beim DFB die Nachfolge von Julian Nagelsmann antreten, der nach dem frühen WM-Aus den Bundestrainerposten zwei Jahre vor Auslaufen seines Vertrages räumen musste. Bei einem Gipfeltreffen von DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke in New York mit Wunschkandidat Klopp hatten sich beide Parteien bereits auf „wesentliche Eckpunkte eines potenziellen Vertrages“ verständigt.
Dreiecksverhandlungen mit DFB und Red Bull
Danach wurde aber noch ein Hindernis benannt. „Beide Seiten sind zuversichtlich, dass die Verhandlungen - vorbehaltlich einer Einigung mit Klopps derzeitigem Arbeitgeber Red Bull - letztlich erfolgreich abgeschlossen werden können“, hieß es in einer Mitteilung des Verbandes. In der Folge gab es auch ein Treffen der DFB-Spitze mit Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff in München. Dieser Themenkomplex ist jetzt gelöst.
Klopp war nach vielen Jahren als Vereinstrainer seit Januar 2025 als „Head of Global Soccer“ für Red Bull tätig. Bei der Weltmeisterschaft in Amerika ist er als Experte für MagentaTV im Einsatz. Der Job des Nationaltrainers ist Neuland für ihn. Klopp führte den FSV Mainz 05 in die Bundesliga (2004). Mit Borussia Dortmund wurde er zweimal deutscher Meister (2011, 2012) und einmal DFB-Pokalsieger (2012).
2015 wechselte er nach England und übernahm den FC Liverpool. Auch die Reds führte er als Chefcoach zum Meistertitel (2020) und Pokalsieg (2022). Der größte Triumph gelang ihm 2019 mit dem Gewinn der Champions League, dem sportlich bedeutendsten Titel im Club-Fußball.