WM 2026

Nach Fall Balogun: UEFA-Präsident blieb WM-Finale fern

Beim WM-Endspiel in East Rutherford waren viele prominente Gäste auf den Tribünen. Doch der UEFA-Chef Ceferin fehlte - und das einem Bericht zufolge nicht ohne Grund.

Von dpa

20.07.2026

Infantino und Ceferin sind längst nicht immer einer Meinung. (Archivbild)Darko Vojinovic/AP/dpa

Infantino und Ceferin sind längst nicht immer einer Meinung. (Archivbild)Darko Vojinovic/AP/dpa

© Darko Vojinovic/AP/dpa

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat sich gegen einen Besuch des WM-Finals in East Rutherford bei New York entschieden und den Entschluss einem Medienbericht zufolge auch mit dem Fall Folarin Balogun begründet. Der britischen „Times“ zufolge habe Ceferin mit dem Fernbleiben auch die große Spaltung zwischen FIFA und UEFA signalisieren wollen. Auch die Nachrichtenagentur PA berichtete. Ceferin selbst wurde nicht zitiert.

Die aufgehobene Sperre des amerikanischen Stürmers Balogun, die auf einen Anruf von US-Präsident Donald Trump bei FIFA-Präsident Gianni Infantino erfolgte, hatte die UEFA vor zwei Wochen scharf kritisiert. „Wir bringen unsere Fassungslosigkeit angesichts einer solch beispiellosen, unverständlichen und ungerechtfertigten Entscheidung zum Ausdruck“, hieß es in einem Statement des Verbandes. Die FIFA habe eine „rote Linie überschritten“.

UEFA kritisiert Fall Balogun und WM mit 64 Teams

Das Verhältnis zwischen Infantino und Ceferin gilt als belastet. Die für das Achtelfinale gegen Belgien (1:4) erlassene Sperre für US-Angreifer Balogun führte dazu, dass die UEFA den verbalen Konflikt während der WM suchte. 

„Wenn die Rechtssicherheit der Regeln nicht mehr von ihren Hütern gewährleistet wird, steht die Integrität des Spiels auf dem Spiel und die Glaubwürdigkeit eines Wettbewerbs wird untergraben“, hieß es von Europas Dachverband. Auch der Vorschlag einer WM mit 64 Teams, mit dem Infantino während des Turniers in Amerika liebäugelte, gefällt der UEFA nicht. Ceferin sprach von „einer schlechten Idee“.

Als vor zwei Jahren Spanien und England in Berlin das EM-Finale austrugen, fehlte FIFA-Boss Infantino auf den Rängen des Olympiastadions. Der Schweizer war an dem Wochenende auch nicht beim Endspiel der Copa América in Miami, sondern bei einer Hochzeit in Indien. Beim WM-Finale im Metlife-Stadium saß Infantino neben US-Präsident Trump.

Infantino und Trump winken in East Rutherford ins Publikum.Tom Weller/dpa

Infantino und Trump winken in East Rutherford ins Publikum.Tom Weller/dpa

© Tom Weller/dpa

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