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Berliner CDU-Kreischefs beraten über Krise

Nach dem Rückzug von Kai Wegner muss ein neuer Spitzenkandidat für die Berliner CDU her. Darüber beraten die Kreisvorsitzenden der Hauptstadt.

Von dpa

10.07.2026

Berlins Regierender Bürgermeister und CDU-Chef Kai Wegner tritt nicht als Spitzenkandidat seiner Partei bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September an.Fabian Sommer/dpa

Berlins Regierender Bürgermeister und CDU-Chef Kai Wegner tritt nicht als Spitzenkandidat seiner Partei bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September an.Fabian Sommer/dpa

© Fabian Sommer/dpa

Nach dem Verzicht von Berlins Regierungschef Kai Wegner auf die CDU-Spitzenkandidatur für die Abgeordnetenhauswahl im September beraten die Kreischefs der Partei über eine neue Lösung. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist zu erwarten, dass sie bei dem Treffen Finanzsenator Stefan Evers als neuen Spitzenkandidaten vorschlagen. Endgültig darüber entscheiden muss der CDU-Landesvorstand.

Der CDU-Kreisvorsitzende aus Steglitz-Zehlendorf, Stephan Standfuß, lobte Wegners Rückzug, der die Möglichkeit biete, die Partei neu aufzustellen. „Ich hoffe, dass die Themen jetzt wieder im Vordergrund stehen werden“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Zur Diskussion um die Spitzenkandidatur ergänzte er: „Es gibt mehrere, die geeignet sind in der Partei.“ Er könne aber offen sagen: „Die CDU in Steglitz-Zehlendorf wird sich für Stefan Evers aussprechen. Er ist wirklich einer, der die Probleme anpackt.“

Wegner hat seine Spitzenkandidatur zurückgezogen

Der CDU-Kreisvorsitzende in Lichtenberg, Martin Pätzold, äußerte sich ähnlich: „Ich kenne Stefan Evers sehr lange aus dem Abgeordnetenhaus und schätze ihn sehr.“ Das Treffen könnte allerdings länger dauern, räumte er ein. „Wir haben eine große Verantwortung, dass wir gute Entscheidungen treffen.“

Am Nachmittag hatte Wegner auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz angekündigt, dass er seine Spitzenkandidatur für die Berliner CDU aufgibt. Er zieht damit Konsequenzen aus einer monatelangen Debatte um falsche Angaben über sein Krisenmanagement nach einem großen Stromausfall im Januar nebst einem Tennismatch.

Dies hatte den Wahlkampf der CDU zunehmend belastet, große Unruhe in der Partei und zuletzt Rückzugsforderungen aus den eigenen Reihen zur Folge. Als Regierender will der 53-Jährige bis zur Wahl am 20. September und der Bildung eines neuen Senats danach im Amt bleiben. Auch als Parteichef dürfte er früher oder später abgelöst werden.

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