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BGH überprüft Freispruch des Maddie-Verdächtigen

Ein auch im Fall Maddie verdächtiger Sexualstraftäter ist vom Landgericht Braunschweig von Vergewaltigungsvorwürfen freigesprochen worden. Ob es dabei bleibt, wird der Bundesgerichtshof entscheiden.

Von dpa

26.08.2026

Der BGH muss über den Freispruch eines Sexualstraftäters entscheiden. (Archivbild)Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Der BGH muss über den Freispruch eines Sexualstraftäters entscheiden. (Archivbild)Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

© Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Der Freispruch eines auch im Fall Maddie verdächtigen Mannes vom Vorwurf schwerer Sexualstraftaten wird voraussichtlich Anfang nächsten Jahres den Bundesgerichtshof (BGH) beschäftigen. Der sechste Strafsenat in Leipzig habe die Beteiligten gebeten, den 11. Januar als Termin für eine Revisionshauptverhandlung vorzumerken, teilte der BGH mit. Endgültig terminiert sei das Verfahren jedoch noch nicht.

Am Bundesgerichtshof geht es darum, den Freispruch des Landgerichts Braunschweig auf Rechtsfehler zu überprüfen. Die Staatsanwaltschaft hatte Rechtsmittel eingelegt. Als Termin für die Verkündung einer Entscheidung könnte der 14. Januar in Betracht kommen. Zuvor hatte die „Braunschweiger Zeitung“ berichtet.

Das Landgericht hatte den mehrfach vorbestraften Sexualstraftäter im Oktober 2024 vom Vorwurf dreier Vergewaltigungen und zwei Fällen sexuellen Kindesmissbrauchs freigesprochen. Die Richter sahen keine ausreichenden Beweise für eine Verurteilung. Die Staatsanwaltschaft hatte 15 Jahre Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung gefordert, die Verteidigung Freispruch. 

Verdächtiger inzwischen auf freiem Fuß

Das Braunschweiger Verfahren stand im Fokus internationaler Medien, weil der Mann im Fall der 2007 aus einer portugiesischen Ferienanlage verschwundenen dreijährigen Madeleine „Maddie“ McCann unter Mordverdacht steht. Eine Anklage gibt es allerdings nicht; es gilt die Unschuldsvermutung.

Der Verdächtige war bereits 2019 vom Landgericht Braunschweig wegen schwerer Vergewaltigung zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Diese Strafe saß er ab - und kam im September 2025 frei. Der Mann muss eine elektronische Fußfessel tragen und sich regelmäßig bei einem Bewährungshelfer melden.

Madeleine McCann verschwand im Jahr 2007 als Dreijährige bei einem Portugal-Urlaub spurlos aus der Ferienwohnung ihrer Eltern. Trotz jahrelanger Ermittlungen und großer Aufmerksamkeit durch die Medien ist ihr Schicksal ungeklärt.

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