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AfD-Spitzenkandidat Siegmund vorerst ohne Ambitionen im Bund

Im Wahlkampf ist er bei seinen Anhängern zum Popstar geworden. Zieht es Wahlsieger Ulrich Siegmund von der AfD nun bald auf die Bundesebene? Er sagt, wie er vorerst weitermachien will.

Von dpa

07.09.2026

Ulrich Siegmund stellt sich am Tag nach der Wahl in Berlin der Hauptstadtpresse. Bernd von Jutrczenka/dpa

Ulrich Siegmund stellt sich am Tag nach der Wahl in Berlin der Hauptstadtpresse. Bernd von Jutrczenka/dpa

© Bernd von Jutrczenka/dpa

Sachsen-Anhalts AfD-Wahlsieger Ulrich Siegmund hat nach eigenen Angaben zunächst keine bundesweiten Ambitionen in seiner Partei. „Wenn ich ein Thema aufmache, dann mache ich es auch zu Ende. Und ich stehe ganz klar hier hinter unserer Bundesspitze. Alice Weidel muss Bundeskanzlerin werden“, sagte er in Berlin auf eine Frage der Deutschen Presse-Agentur, ob er sich langfristig eine Rolle in der Bundespolitik vorstellen könne oder sich als reiner Landespolitiker sehe. Er fügte hinzu: „Aber ich meine, ich bin 35 Jahre alt, wer weiß was in 10, 20, 30 Jahren ist - alles ist möglich.“

Siegmund hatte im Wahlkampf bei seinen Anhängern Popstar-Status erlangt. Menschen standen Schlange für Autogramme und Selfies. Auch in Berlin bildeten sich am Tag nach der Wahl am Rande einer Pressekonferenz Trauben um den Politiker. 

Parteichef Tino Chrupalla sagte auf Nachfrage, ob Siegmund langfristig zur Konkurrenz für die Parteispitze werden könnte, er sehe keine Konkurrenzsituation. Er freue sich über Persönlichkeiten auf Länderebene, die die AfD trügen. „Wir werden erstmal sehen, was Herr Siegmund jetzt in Sachsen-Anhalt dort auf die Kette kriegt.“ Wenn er Ministerpräsident werde, sei er auf Landesebene erst einmal gebunden. Inwieweit er dann bundespolitische Ambitionen habe, müsse man ihn selbst fragen. „Er ist dazu herzlich eingeladen. Ich freue mich immer auf gute Mitstreiter hier auch in Berlin.“

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