83 Abgeordnete - wer auf welchem Weg in den Landtag kommt
83 Abgeordnete ziehen in den neuen Landtag ein – die AfD stellt mit 39 Sitzen die größte Fraktion. Nur 18 Frauen sind gewählt, das sind 21,7 Prozent. Und was ist mit dem Ministerpräsidenten?
Die Wählerinnen und Wähler haben über die Zusammensetzung des künftigen Landtags entschieden.Michael Brandt/dpa
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Die Wählerinnen und Wähler haben über die Zusammensetzung des künftigen sachsen-anhaltischen Landtags entschieden, 83 Abgeordnete sind gewählt. Davon sind 41 Direktkandidaten. 42 Abgeordnete ziehen über die Landeslisten ihrer Parteien in das Parlament ein. Das geht aus einer Übersicht der Landeswahlleiterin zur Sitzverteilung im Landtag auf der Grundlage der vorläufigen Ergebnisse hervor.
Nur gut ein Fünftel Parlamentarierinnen
Die größte Fraktion mit 39 Abgeordneten stellt die AfD, die CDU ist künftig mit 15 Parlamentariern vertreten, SPD, Grüne und Linke mit jeweils 8 und das BSW mit 5. Alles in allem wurden 18 weibliche Abgeordnete gewählt, was einem Anteil von 21,7 Prozent entspricht.
In 38 der landesweit 41 Wahlkreise haben AfD-Kandidaten das Direktmandat geholt. Das beste Ergebnis fuhr dabei Reiner Kretschmann im Wahlkreis Eisleben mit 55,63 Prozent ein, gefolgt von Hans-Thomas Tillschneider im Wahlkreis Querfurt mit 54,85 Prozent.
Drei Direktkandidaten der Linken schafften den Sprung in den Landtag: in Magdeburg II Mustafa Groener, in Halle II Gitta Susann Hartenstein-Wiermann und in Halle III Jannik-Loris Balint.
Ministerpräsident Schulze verpasste Direktmandat
Bei der Landtagswahl 2021 hatte die CDU noch 40 Direktmandate gewonnen, die AfD eines. Nun konnte kein CDU-Kandidat direkt punkten. Ministerpräsident Sven Schulze, der im Wahlkreis Magdeburg III kandidierte, kam auf 31,7 Prozent der Erststimmen, Christian Mertens von der AfD erreichte 35,2 Prozent und zieht damit als Direktkandidat in den Landtag ein. Schulze ist dennoch gewählt, als Spitzenkandidat steht er auf dem Listenplatz 1 der CDU-Landesliste.