Woltemade beklagt falsche Fragen und unfaire Bewertungen
Hinter Nick Woltemade liegen schwierige Monate. Die Beurteilung seiner Leistung in Newcastle kann der Nationalstürmer nicht verstehen. In der DFB-Elf fühlt er sich trotz seiner Reservistenrolle wohl.
In der Nationalelf genießt Nick Woltemade (M) viel Respekt.Federico Gambarini/dpa
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Nick Woltemade muss seine zuletzt schwierige Phase in England bei Newcastle United noch verdauen. Bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko und der Fußball-Nationalmannschaft will er neue Kraft für seine zweite Saison in der Premier League tanken. „Die Wucht der Kritik und die damit verbundene Unruhe um meine Person haben mich schon überrascht“, sagte der 24 Jahre alte Angreifer in einem „Stern“-Interview.
Woltemade hatte nach seinem tollen Einstand in Newcastle mit vier Toren aus den ersten fünf Saisonspielen in diesem Jahr nur noch ein einziges Ligator erzielt. Fragen zu seiner Torflaute fand der frühere Stuttgarter „falsch“ und „nicht ganz fair“: „Bei Newcastle war es so, dass ich auf anderen Positionen ausgeholfen habe, sogar als defensiver Mittelfeldspieler. Trotzdem bin ich von manchen Experten weiterhin als Stürmer beurteilt worden.“
Mentaltrainer hilft Woltemade
Um damit umzugehen, arbeitet der Nationalstürmer auch mit einem Mentaltrainer zusammen, den er aus seiner Zeit beim damaligen Drittligisten SV Elversberg kennt. „Wir telefonieren alle zwei oder drei Wochen
miteinander, manchmal besucht er mich“, sagte Woltemade, der nach eigener Aussage trotz seiner aktuellen Situation im Nationalteam einen ganz anderen Stellenwert genießt.
„Ich bin zwar einer der Jüngeren, aber alle wissen, was sie an mir haben. Mit
meinen Toren habe ich geholfen, dass wir uns für die WM qualifiziert haben. Ich
bin ein geschätztes Familienmitglied“, sagte der Angreifer, obwohl er zuletzt in der DFB-Auswahl nur Ersatz war. „Da glauben die Leute an mich, da fühle ich mich verstanden.“ In den beiden WM-Vorbereitungsspielen war er gegen Finnland (4:0) eingewechselt worden und gegen die USA (2:1) gar nicht zum Einsatz gekommen.