Sportpolitik

Platini zeigt Infantino an – Vorwurf der Verschwörung

Der frühere UEFA-Präsident Platini beschuldigt FIFA-Chef Infantino und weitere Funktionäre der Verschwörung gegen seine Person. Jetzt hat er in Frankreich Strafanzeige erstattet.

Von dpa

08.06.2026

Inzwischen ziemlich beste Feinde: Michel Platini (r) und Gianni Infantino. (Archivbild)picture alliance / dpa

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Der frühere UEFA-Präsident Michel Platini hat in Frankreich Strafanzeige gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino sowie fünf weitere frühere Schweizer Justiz- und Fußballfunktionäre eingereicht. Das teilte ein Sprecher Platinis wenige Tage vor dem Beginn der WM in den USA, Kanada und Mexiko mit, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete. Nach Ansicht des 70-Jährigen habe es eine Verschwörung gegeben, um seine Wahl zum FIFA-Präsidenten vor über zehn Jahren zu verhindern.

Der ehemalige französische Nationalspieler wirft den Beschuldigten demnach unter anderem falsche Anschuldigungen und unzulässige Einflussnahme vor. Neben der Strafanzeige wollen Platinis Anwälte auch eine Zivilklage gegen die FIFA auf Schadenersatz einreichen. Ähnliche Vorwürfe hatte Platini bereits 2022 gegenüber den Schweizer Behörden erhoben.

Statt Platini stieg Infantino zum FIFA-Boss auf

Infantino war 2016 zum Präsidenten des Weltverbands gewählt worden. Zuvor hatte er als Generalsekretär der Europäischen Fußball-Union UEFA unter dem damaligen Präsidenten Platini gearbeitet. Der Franzose galt lange als Favorit auf die Nachfolge des damaligen FIFA-Präsidenten Sepp Blatter.

Platini und Blatter gerieten jedoch 2015 wegen einer Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken an Platini ins Visier der Schweizer Justiz. Beide wurden in einem Verfahren wegen mutmaßlichen Betrugs zulasten der FIFA angeklagt, jedoch im vergangenen Jahr in einem Berufungsverfahren rechtskräftig freigesprochen.

Schaltet die Justiz ein: Der frühere UEFA-Präsident Michel Platini. (Archivbild)Urs Flueeler/KEYSTONE/dpa

Schaltet die Justiz ein: Der frühere UEFA-Präsident Michel Platini. (Archivbild)Urs Flueeler/KEYSTONE/dpa

© Urs Flueeler/KEYSTONE/dpa

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