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Früherer DFB-Torwart Manglitz gestorben

Manfred Manglitz absolvierte vier Länderspiele. Bekannt wurde der Torwart aber auf andere Weise. Nun ist der frühere Duisburger Vizemeister in Spanien gestorben.

Von dpa

15.07.2026

Der frühere Bundesliga-Torhüter Manfred Manglitz ist in Spanien gestorben. (Archivbild)picture alliance / dpa

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Der frühere Fußball-Nationaltorwart Manfred Manglitz ist tot. Wie sein einstiger Verein MSV Duisburg unter Berufung auf die Familie mitteilte, starb der ehemalige Schlussmann am Montag im Alter von 86 Jahren. Manglitz lebte seit langer Zeit in Spanien. Für die DFB-Auswahl absolvierte er vier Länderspiele und zählte zur Mannschaft, die 1970 in Mexiko unter dem damaligen Bundestrainer Helmut Schön den dritten Platz belegte.

In der Bundesliga bestritt er für den MSV Duisburg und den 1. FC Köln insgesamt 257 Spiele. 1964 wurde Manglitz mit dem MSV - noch unter dem Namen Meidericher SV - überraschend Vizemeister und zog 1966 ins Finale des DFB-Pokals ein. Mit den Kölnern stand er 1970 und 1971 jeweils im Finale, auch diese beiden Endspiele gingen aber verloren.

Torschütze als Torwart und Bundesliga-Skandal

In die Bundesliga-Geschichte ging Manglitz ein, weil er im Juni 1967 beim 1:3 gegen Borussia Mönchengladbach per Elfmeter als erster Torwart einen Treffer erzielte. Wegen seiner Verwicklung in den Bundesliga-Bestechungsskandal in der Saison 1970/71 sperrte der Deutsche Fußball-Bund Manglitz zunächst lebenslang, begnadigte ihn später aber.

Weggefährten erinnerte er mit seiner offenen Art an Box-Legende Muhammad Ali und dessen große Sprüche. Daher bekam Manglitz in Anlehnung an Alis früheren Namen Cassius Clay den Spitznamen „Cassius“.

Torhüter Manfred Manglitz (l) absolvierte auch einige Länderspiele. (Archivbild)picture alliance / dpa

Torhüter Manfred Manglitz (l) absolvierte auch einige Länderspiele. (Archivbild)picture alliance / dpa

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