Wissenschaft

Dortmunder Nahverkehrsbetrieb wird am Montag bestreikt

Die neue Warnstreikwelle im kommunalen Nahverkehr erreicht weitere Großstädte. Verdi gibt einen weiteren Aufruf bekannt, während in Teilen des Rheinlandes bereits gestreikt wird.

Von dpa

06.03.2026

Verdi ruft die Beschäftigten des Dortmunder Nahverkehrsunternehmens DSW21 für Montag (9. März) zum Warnstreik auf. (Archivbild)Bernd Thissen/dpa

Verdi ruft die Beschäftigten des Dortmunder Nahverkehrsunternehmens DSW21 für Montag (9. März) zum Warnstreik auf. (Archivbild)Bernd Thissen/dpa

© Bernd Thissen/dpa

In Dortmund wird der kommunale Nahverkehr am Montag (9. März) weitgehend lahmgelegt. Verdi hat die Beschäftigten des Unternehmens DSW 21 zu einem ganztägigen regionalen Warnstreik aufgerufen, wie eine Sprecherin mitteilt. In der betroffenen Region werden am Montag nach Einschätzung der Gewerkschaft von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht keine Busse und Bahnen fahren. 

Damit gehen die regionalen Nahverkehr-Warnstreiks in NRW weiter. Den Auftakt bilden heute Warnstreiks in Köln, Bonn und Monheim. In mehreren Städten des Ruhrgebiets müssen Fahrgäste am Samstag (7. März) mit Ausfällen rechnen: Verdi ruft die Beschäftigten der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG (Bogestra), der Straßenbahn Herne – Castrop-Rauxel GmbH (HCR) und der Vestischen in Herten zu Arbeitsniederlegungen auf. 

Warum werden Verkehrsbetriebe bestreikt? 

Der Tarifkonflikt für die etwa 30.000 Beschäftigten in rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben in NRW besteht nach zwei ergebnislosen Treffen weiter. 

Verdi NRW will die wöchentliche Arbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich verkürzen. Die Ruhezeit zwischen zwei Schichten soll von 10 auf 11 Stunden erhöht werden. Der Zuschlag für Sonntagsarbeit soll von 25 Prozent des Stundenentgelts auf mindestens 40 Prozent steigen. 

Arbeitgeber halten Forderungen für überzogen 

Der Kommunale Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen wirft Verdi seit Wochen vor, die Augen vor der desolaten Finanzlage der Verkehrsbetriebe zu verschließen. Die Tarif- und Entgeltbedingungen hätten sich schon deutlich verbessert, der Nahverkehr biete bereits attraktive Arbeitsplätze.