Politik Inland

Warnstreiks an vielen Schulen und einigen Unikliniken

Der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder zieht immer größere Kreise. Neben einigen Unikliniken sind auch Schulen und der Straßenverkehr in einigen Regionen betroffen. Wo ist was geplant?

Von dpa

21.01.2026

Die GEW hat in einigen Regionen Angestellte an Schulen für Mittwoch zu Warnstreiks aufgerufen. (Symbolbild)Hendrik Schmidt/dpa

Die GEW hat in einigen Regionen Angestellte an Schulen für Mittwoch zu Warnstreiks aufgerufen. (Symbolbild)Hendrik Schmidt/dpa

© Hendrik Schmidt/dpa

An vielen Schulen hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) angestellte Lehrkräfte zu Warnstreiks aufgerufen. Sie geht davon aus, dass es durch die Arbeitsniederlegungen heute an einigen Schulen zu Einschränkungen beim Unterricht kommen kann. 

Welche Schulen sind betroffen?

In Gelsenkirchen, Köln, Münster sowie der Region Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen sind Aktionen geplant. In diesen Städten und Kreisen werden Beschäftigte an allen Schulen zur Teilnahme aufgerufen. Dabei geht es nicht nur um Lehrer. Die Warnstreiks beziehen auch etwa Sozialpädagogen und Schulsozialarbeiter ein.

Was sollten Eltern machen? 

Das Schulministerium rät Eltern, auf Informationen der Schule zu achten. Die Schulen seien bemüht, im Rahmen der personellen Möglichkeiten eine Aufsicht und Betreuung der Schüler sicherzustellen. Beamtete Lehrkräfte dürften sich nicht an Streiks beteiligen und stünden grundsätzlich weiter zur Verfügung. 

Was sollten Autofahrer beachten?

Bei elf Tunneln im Zuge von Bundes- und Landesstraßen müssen Auto- und Lkw-Fahrer mit Sperrungen bis Mittwoch 16 Uhr rechnen. Solche langen Tunnel müssen aus Sicherheitsgründen überwacht werden. Verdi hat zum Warnstreik in der Tunnelleitzentrale des Landesbetriebs Straßen.NRW aufgerufen. Der Landesbetrieb informiert im Internet in einer Übersicht über die Tunnel.

Der Landesbetrieb Straßen.NRW geht davon aus, dass elf der zu überwachenden Tunnel streikbedingt zeitweise geschlossen sind. (Symbolbild) Stefan Sauer/dpa

Der Landesbetrieb Straßen.NRW geht davon aus, dass elf der zu überwachenden Tunnel streikbedingt zeitweise geschlossen sind. (Symbolbild) Stefan Sauer/dpa

© Stefan Sauer/dpa

Gibt es Einschränkungen an Unikliniken?

An der Uniklinik Düsseldorf geht ein dreitägiger Warnstreik weiter, der am
Dienstag begonnen hat. Streikbedingt müssten in dem Zeitraum einige der geplanten Aufnahmen verschoben werden, teilte die Uniklinik im Internet mit. Ungefähr die Hälfte der OP-Säle ist den Klinikangaben zufolge in Betrieb. 

Mit Warnstreiks will Verdi in den Tarifverhandlungen des öffentlichen Dienstes der Länder Druck machen.Volker Danisch/dpa

Mit Warnstreiks will Verdi in den Tarifverhandlungen des öffentlichen Dienstes der Länder Druck machen.Volker Danisch/dpa

© Volker Danisch/dpa

Außerdem startet an der Uniklinik Essen ein zweitägiger Warnstreik. Zu möglichen Auswirkungen äußerte sich ein Kliniksprecher im Vorfeld nicht. Für Donnerstag ist ein Warnstreik an der Uniklinik Aachen geplant. Verdi geht davon aus, dass dort etwas mehr als der Hälfte der Operationen ausfallen werden.

Um was geht es? 

Verdi fordert für die mehr als 920.000 Tarifbeschäftigten der Länder sieben Prozent mehr Einkommen – mindestens aber 300 Euro mehr. Von Länderseite waren die Forderungen wegen knapper Länderhaushalte wiederholt als überzogen zurückgewiesen worden. Allerdings war von Arbeitgeberseite auch Zuversicht zu hören, dass ein Abschluss im Februar zustande kommen könnte.

Beschäftigte der Uniklinik Düsseldorf und der Heinrich-Heine-Universität beteiligen sich an einem Warnstreik.  Volker Danisch/dpa

Beschäftigte der Uniklinik Düsseldorf und der Heinrich-Heine-Universität beteiligen sich an einem Warnstreik. Volker Danisch/dpa

© Volker Danisch/dpa

An der Uniklinik Düsseldorf läuft ein dreitägiger Warnstreik von Beschäftigten.  Volker Danisch/dpa

An der Uniklinik Düsseldorf läuft ein dreitägiger Warnstreik von Beschäftigten. Volker Danisch/dpa

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An vielen Schulen hat die GEW Angestellte zu Warnstreiks aufgerufen. (Symbolbild)Christophe Gateau/dpa

An vielen Schulen hat die GEW Angestellte zu Warnstreiks aufgerufen. (Symbolbild)Christophe Gateau/dpa

© Christophe Gateau/dpa

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