Verdi kündigt Warnstreik bei UKSH in Lübeck an
Am Mittwoch ruft Verdi in der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst zum Warnstreik am UKSH in Lübeck auf. Die Gewerkschaft fordert mehr Gehalt. Für das Klinikum gibt es einen Notdienst.
Nach Angaben von Verdi sind am UKSH für alle Bereiche personelle Mindestbesetzungen vereinbart worden. (Symbolbild)Christophe Gateau/dpa
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Die Gewerkschaft Verdi ruft für kommenden Mittwoch die Beschäftigten des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein in Lübeck zu einem Warnstreik auf. Auch das Zentrum für integrative Psychiatrie, der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr sowie weitere Landesämter schließen sich an, wie die Gewerkschaft mitteilte. Hintergrund ist der aktuelle Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder.
„Das Schweigen der Arbeitgeber ist kein Zufall, das ist fehlende Wertschätzung“, sagte Andreas Wübben, Geschäftsführer von Verdi in Lübeck. Die Beschäftigten erwarteten, dass ihre Arbeit und ihre Forderungen ernst genommen werden. „Wer nicht verhandelt, riskiert, dass der Konflikt eskaliert - mit spürbaren Folgen für die Menschen in unserer Region“, bekräftigte Wübben.
Notdienst an Streiktag
Verdi sorge am Streiktag im Universitätskrankenhaus für einen Notdienst, um lebensgefährliche Situationen zu verhindern. Laut Angaben der Gewerkschaft sind für alle Bereiche Mindestbesetzungen festgelegt. Notfälle würden weiterhin uneingeschränkt versorgt.
Nach dem ergebnislosen Auftakt der Tarifrunde im Dezember treffen sich die Spitzen von Verdi und dem Beamtenbund dbb am 15. und 16. Januar in Potsdam erneut mit den Arbeitgebern der Landesbeschäftigten. Verdi und dbb verlangen sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) weist dies als unbezahlbar zurück.