Politik Inland

Streit um Abtreibungsverbot - Demo und Gerichtsverhandlung

In erster Instanz war ein Klinikarzt gegen das Abtreibungsverbot eines katholischen Krankenhausträgers in Lippstadt erfolglos. Nun wird in zweiter Instanz verhandelt - und vorher demonstriert.

Von dpa

05.02.2026

Unmittelbar vor der Berufungsverhandlung in Hamm ist erneut eine Demo geplant. (Archivbild)Bernd Thissen/dpa

Unmittelbar vor der Berufungsverhandlung in Hamm ist erneut eine Demo geplant. (Archivbild)Bernd Thissen/dpa

© Bernd Thissen/dpa

Der Streit um ein Abtreibungsverbot zwischen einem Chefarzt des Klinikums Lippstadt und dem katholischen Krankenhausträger geht in die nächste Instanz. In Hamm wird der aufsehenerregende Fall nun am Donnerstag (12.15 Uhr) in einem Berufungsverfahren am Landesarbeitsgericht Hamm behandelt. Eine Entscheidung noch am selben Tag wird erwartet.

Der Mediziner Joachim Volz hatte gegen Dienstanweisungen des fusionierten „Klinikum Lippstadt - Christliches Krankenhaus“ geklagt - und war im Sommer in erster Instanz gescheitert. Das Arbeitsgericht Hamm hatte die Klage zurückgewiesen, die Vorgaben des Klinikträgers als Arbeitgeber seien rechtmäßig, hieß es damals. In den Anweisungen werden dem Gynäkologen Abtreibungen - abgesehen von eng gefassten Ausnahmefällen - im Klinikum Lippstadt und auch in seiner der Privatpraxis in Bielefeld untersagt. 

Vor der Berufungsverhandlung ist eine Demo (10.00 Uhr) unter dem Motto „gegen das katholische Abtreibungsverbot“ geplant, an der auch mehrere Politiker aus Bund und Land teilnehmen wollen.

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