Politik Inland

Satellitenstation in Israel von Hisbollah-Rakete getroffen

Eine Rakete trifft eine rund 160 Kilometer Luftlinie von der libanesischen Grenze entfernte Satellitenstation tief im Inneren Israels. Was steckt hinter dem Angriff, den die Hisbollah reklamiert?

Von dpa

10.03.2026

Israelische Fahnen an Ort eines iranischen Raketenangriffs in Beit Schemesch. Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Israelische Fahnen an Ort eines iranischen Raketenangriffs in Beit Schemesch. Sebastian Christoph Gollnow/dpa

© Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Nach israelischen Medienberichten hat eine aus dem Libanon abgefeuerte Rakete eine Satellitenstation tief im Inneren Israels getroffen. Der TV-Sender N12 veröffentlichte ein dramatisches Dashcam-Video, das den Moment des Einschlags bei dem Angriff am Montag zeigt. Den Berichten zufolge wurde eine Station des europäischen Satellitenbetreibers SES in Emek Haela in der Nähe der Stadt Beit Schemesch westlich von Jerusalem getroffen. 

Die libanesische Hisbollah-Miliz hatte den Angriff am Montag für sich reklamiert. Die Satellitenstation gehöre zu einer Cyber-Abteilung der Armee, teilte die proiranische Gruppierung mit. Laut israelischen Medien handelt es sich dagegen um eine zivile, kommerzielle Einrichtung. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Die Satellitenstation liegt gut 160 Kilometer Luftlinie von der libanesischen Grenze entfernt. Dies wäre ein zielgenauer Treffer, der ungewöhnlich tief im Inneren Israels liegt. 

Die „Times of Israel“ berichtete, der Einschlag habe Schäden an der Infrastruktur der Anlage verursacht und zwei Menschen verletzt. Die israelische Armee habe mitgeteilt, dass ein „isoliertes Versagen“ dazu geführt habe, dass die Rakete einschlug, ohne abgefangen zu werden und ohne dass in der Umgebung Warnsirenen ausgelöst wurden.

Die israelische Wirtschaftszeitung „Calcalist“ berichtete, das Geschoss sei als Fateh-110 identifiziert worden, eine im Iran hergestellte präzisionsgelenkte Boden-Boden-Rakete mit einem schweren Sprengkopf, der darauf ausgelegt sei, strategische Infrastruktur anzugreifen.

Das könnte Sie auch interessieren

Politik Inland

zur Merkliste

Trump droht Nato und fordert Hilfe in Straße von Hormus

Die USA und Israel haben den Krieg gegen den Iran begonnen. Jetzt fordert Trump Nato-Partner und andere unbeteiligte Länder auf, sich an der Sicherung der wichtigen Straße von Hormus zu beteiligen.

Politik Inland

zur Merkliste

Trump will mit Kriegsschiffen Handel sichern - wer noch?

Die Folgen des Iran-Kriegs sind weltweit spürbar, auch weil ein wichtiger Handelsweg zum unkalkulierbaren Risiko für Schiffe geworden ist. Trump erwartet Hilfe betroffener Länder. Aber machen die mit?