Politik Inland

Saar-Verfassungsschutz präsentiert Lagebild 2023

In den Vorjahren war der Rechtsextremismus die größte Gefahr für die freiheitlich-demokratische Grundordnung. Ob das so blieb, wird im neuen Verfassungsschutzbericht des Saarlandes beantwortet.

Von dpa

28.10.2024

Wie schätzt der Verfassungsschutz die Situation 2023 für das Saarland ein? Das wird am Montag berichtet. (Symbolbild)Soeren Stache/dpa

Wie schätzt der Verfassungsschutz die Situation 2023 für das Saarland ein? Das wird am Montag berichtet. (Symbolbild)Soeren Stache/dpa

© Soeren Stache/dpa

Das saarländische Innenministerium stellt heute (11.30 Uhr) das Lagebild zum Verfassungsschutz für das Jahr 2023 vor. Dazu wird neben Innenminister Reinhold Jost (SPD) auch der Leiter des saarländischen Verfassungsschutzes, Ulrich Pohl, erwartet. Nach Einschätzung der Experten hatten im Jahr zuvor Rechtsextremisten die größte Gefahr für den Rechtsstaat dargestellt.

Im Lagebild 2022 waren 310 Menschen dem Rechtsextremismus zugeordnet worden, darunter etwa 20 Gewaltorientierte. Die Zahl der rechtsextremistisch motivierten Strafen hatte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 207 auf 274 erhöht, darunter 18 Gewaltdelikte (11). Neben Körperverletzungen hatte dazu auch ein versuchter Mord gezählt: ein Messerangriff auf einen syrischen Staatsbürger in Neunkirchen.

Nach dem Verfassungsschutz-Bericht hatten 2022 im Saarland auch „hybride Bedrohungen“ wie Cyberangriffe auf Unternehmen und das gezielte Streuen von bewusst falschen Informationen zunehmend an Bedeutung gewonnen.

Karte
Das könnte Sie auch interessieren

Politik Inland

zur Merkliste

Politiker-Todeslisten im Darknet? Anklage in Düsseldorf

Selbstverfasste Todesurteile und Krypto-Spenden als Kopfgeld: Ein Mann soll zu schwerer Gewalt gegen Politikerinnen und Politiker aufgerufen haben. Die Bundesanwaltschaft bringt den Fall zu Gericht.

Politik Inland

zur Merkliste

Politiker-Todesliste im Darknet? Anklage erhoben

Die Bundesanwaltschaft hat in Düsseldorf Anklage gegen einen Mann erhoben, der im Darknet zu Anschlägen auf bekannte Politikerinnen und Politiker aufgerufen und Spenden für mögliches Kopfgeld gesammelt haben soll. Das teilte die Karlsruher Behörde mit.