SPD-Fraktion in Brandenburg nimmt Ex-BSW-Mann Crumbach auf
Die SPD/BSW-Koalition in Brandenburg steht vor einem möglichen Ende. Ein Bündnis aus SPD und CDU hätte nun als mögliche Alternative eine Mehrheit - die SPD-Fraktion ist gewachsen.
Die Brandenburger SPD-Landtagsfraktion hat Finanzminister Robert Crumbach nach seinem Austritt aus dem BSW und der BSW-Fraktion aufgenommen. (Archivbild)Fabian Sommer/dpa
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Die Brandenburger SPD-Landtagsfraktion ist um einen Abgeordneten größer. Der aus dem BSW und der BSW-Fraktion ausgetretene Finanzminister und Vize-Ministerpräsident Robert Crumbach wurde einstimmig aufgenommen, wie die Fraktion mitteilte. Damit hätte - bei einem Ende der SPD/BSW-Koalition - eine mögliche Koalition aus SPD und CDU eine Stimme Mehrheit im Landtag. Bisher kamen diese beiden Parteien auf ein Patt.
Die SPD/BSW-Fraktion steht vor einem möglichen Ende. Sie hat keine Mehrheit mehr im Landtag, nachdem Crumbach sowie auch die Abgeordneten Jouleen Gruhn und André von Ossowski aus der BSW-Fraktion ausgetreten sind. Nach wochenlangem Streit in der BSW-Fraktion fordert die SPD ein Treuebekenntnis zur Koalition - von allen 14 BSW-Landtagsabgeordneten. Das BSW steht zwar zum Koalitionsvertrag. Partei- und Fraktionsspitze hatten aber deutlich gemacht, dass sie ein solches Bekenntnis als Vorbedingung für einen Koalitionsausschuss ablehnen.
SPD-Fraktionschef erwartet „gute Impulse“ mit Crumbach
SPD-Fraktionschef Björn Lüttmann zeigte sich über die Aufnahme von Crumbach erfreut. „Dieses Votum ist Ausdruck von Vertrauen und Respekt vor seiner Arbeit und seiner Haltung“, sagte Lüttmann. „Robert Crumbach steht für Sachlichkeit, Verantwortung und eine konstruktive politische Kultur - genau das brauchen wir in diesen Zeiten. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam gute Impulse für Brandenburg setzen werden, und freue mich sehr auf die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit.“ Die SPD-Fraktion hat nun 33 Abgeordnete.