Politik Inland

Polizei prüft nach Anschlag Hinweise aus Bevölkerung

Der Stromausfall im Berliner Südwesten an und die Polizei verstärkt ihre Präsenz. Zugleich geht die Suche nach den Tätern weiter.

Von dpa

06.01.2026

Polizei wertet Hinweise aus Bevölkerung aus. Elisa Schu/dpa

Polizei wertet Hinweise aus Bevölkerung aus. Elisa Schu/dpa

© Elisa Schu/dpa

Nach dem Stromausfall im Berliner Südwesten infolge eines Brandanschlags geht die Polizei Informationen aus der Bevölkerung nach. Nach Zeugenaufrufen seien Hinweise im „mittleren zweistelligen Bereich“ eingegangen, sagte Polizei-Vizepräsident Marco Langner bei einer Pressekonferenz. Acht davon seien erfolgversprechend. 

Zudem habe die Polizei mehrere Hundert Stunden Videomaterial sichergestellt. Dieses müsse nun ausgewertet werden von der Ermittlungsgruppe, die beim für politische Straftaten zuständigen Staatsschutz der Polizei den Fall bearbeitet. Laut Langner wird überlegt, ob weitere Beamte hinzugezogen werden müssten. 

Nach seinen Angaben gab es sehr umfangreiche Tatortarbeiten. Dabei wurden laut Polizei auch sogenannte Mantrailer-Hunde eingesetzt, die darauf trainiert sind, den Geruch einer Person etwa über ein Kleidungsstück aufzunehmen und der Duftspur zu folgen. 

Die Federführung der Ermittlungen liegt bei der Berliner Generalstaatsanwaltschaft. Politik und Polizei gehen von einem Anschlag von Linksextremisten aus. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sprechen von „Linksterrorismus“.

Polizei-Vizepräsident Marco Langner. Michael Ukas/dpa

Polizei-Vizepräsident Marco Langner. Michael Ukas/dpa

© Michael Ukas/dpa

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