Politik Inland

Trump kündigt Seeblockade der Straße von Hormus an

Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Islamabad brachten keine Einigung - nun stehen die Zeichen wieder auf Eskalation. Trump kontert das iranische Vorgehen in der Straße von Hormus.

Von dpa

12.04.2026

US-Präsident Donald Trump setzt im Konflikt mit dem Iran nun auf eine Seeblockade.Alex Brandon/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump setzt im Konflikt mit dem Iran nun auf eine Seeblockade.Alex Brandon/AP/dpa

© Alex Brandon/AP/dpa

Nach dem vorläufigen Scheitern der Verhandlungen mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump eine Seeblockade der Straße von Hormus angekündigt. Die US-Marine werde alle Schiffe daran hindern, in die Meerenge einzufahren oder diese zu verlassen, teilte Trump auf der Plattform Truth Social mit. „Die Blockade wird in Kürze beginnen.“

Die Streitkräfte seien auch angewiesen worden, alle Schiffe abzufangen, die Gebühren an Iran gezahlt hätten. Niemand, der eine „illegale Maut“ entrichte, werde auf hoher See sichere Passage haben, schrieb Trump. Zudem kündigte er an, vom Iran gelegte Seeminen in der Meerenge zerstören zu lassen.

Trump wirft dem Iran „Welterpressung“ vor

Trump begründete den Schritt mit Drohungen aus Teheran und sprach von „Welterpressung“. Iran habe erklärt, es könnten Minen in der Meerenge liegen. Zugleich stellte der Präsident in Aussicht, dass die Blockade wieder gelockert werden könne, sollte die Durchfahrt für alle Schiffe uneingeschränkt möglich sein.

Für den Fall von Angriffen auf US-Kräfte oder zivile Schiffe drohte Trump mit massiver militärischer Gewalt. Das US-Militär sei „einsatzbereit“, schrieb er weiter. Nach Trumps Worten sollen sich auch andere Staaten an der Blockade beteiligen - er nannte aber keine Namen. 

Die Straße von Hormus zwischen Iran und Oman ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölhandel. Nach Beginn des Iran-Kriegs hatte Teheran die Meerenge durch Drohungen und Beschuss von Tankern und Frachtschiffen faktisch blockiert, was die Preise für Energie in die Höhe trieb. 

US-Präsident Trump hatte dem Iran ein Ultimatum gesetzt, den freien Schiffsverkehr wieder zu ermöglichen, und andernfalls mit Angriffen auf Kraftwerke und weitere Infrastruktur gedroht. Kurz vor Ablauf seiner Frist verständigten Washington und Teheran sich Mitte der Woche auf eine zweiwöchige Waffenruhe. Die Straße von Hormus war dann auch ein zentraler Punkt der Verhandlungen in Islamabad, wo eine dauerhafte Friedenslösung gesucht wurde. Die Gespräche endeten am frühen Sonntagmorgen aber ohne Einigung.

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