Politik Inland

Ex-Ministerin Paul tritt bei der NRW-Wahl 2027 nicht mehr an

17 Jahre Politik und ein turbulentes Ende: Nachdem Josefine Paul als Fluchtministerin das Handtuch geworfen hat, wird die Grüne auch den Landtag verlassen.

Von dpa

13.03.2026

Die Grünen-Politikerin Josefine Paul zieht einen Schlussstrich in der nordrhein-westfälischen Landespolitik. (Archivbild)Roberto Pfeil/dpa

Die Grünen-Politikerin Josefine Paul zieht einen Schlussstrich in der nordrhein-westfälischen Landespolitik. (Archivbild)Roberto Pfeil/dpa

© Roberto Pfeil/dpa

Nach ihrem Rücktritt als nordrhein-westfälische Fluchtministerin wird die Grünen-Politikerin Josefine Paul sich in der kommenden Wahlperiode auch aus dem Landtag zurückziehen. „Nach fast 17 intensiven Jahren in Regierung und Parlament werde ich nicht wieder für die Landtagswahlen und die nächste Landesliste der NRW-Grünen antreten“, teilte die 44-Jährige mit. Zuerst hatten die „Westfälischen Nachrichten“ berichtet.

Es sei ihr wichtig, diese Entscheidung frühzeitig zu treffen und somit für Klarheit zu sorgen, unterstrich die in Münster lebende Politikerin. „Bis zum Ende der Legislaturperiode werde ich mein Landtagsmandat aber natürlich weiterhin mit Freude und vollem Einsatz ausüben.“

Debatte nach Solingen

Die Grüne war am 27. Januar von ihrem Amt als Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration zurückgetreten. Seit dem islamistisch motivierten Terroranschlag eines ausreisepflichtigen Syrers in Solingen im August 2024 hatte die Opposition das Regierungshandeln der Ministerin massiv attackiert. 

Vor ihrem Eintritt in das schwarz-grüne Kabinett von Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hatte Paul zusammen mit Verena Schäffer - inzwischen ihre Nachfolgerin im Ministeramt - die Landtagsfraktion der Grünen geführt. Über die Landesliste ihrer Partei ist die studierte Historikerin 2010 in den Düsseldorfer Landtag gekommen.

Karte
Das könnte Sie auch interessieren

Politik Inland

zur Merkliste

Nach Missbrauchsstudie: Erzbischof bittet um Verzeihung

Im Erzbistum Paderborn gab es deutlich mehr Missbrauchsfälle als gedacht - das ergab eine Studie. Nun bittet der Erzbischof um Verzeihung. Und ein Betroffener sagt, was ihn besonders schockiert hat.