Politik Inland

Brandenburger CDU offen für Koalitionsgespräche

Nach dem Bruch der SPD/BSW-Koalition in Brandenburg rückt eine Koalition der SPD mit der CDU näher. Was sagt die CDU dazu?

Von dpa

06.01.2026

Brandenburgs CDU-Fraktionschef Jan Redmann äußert sich nach dem Bruch der SPD/BSW-Koalition.Christophe Gateau/dpa

Brandenburgs CDU-Fraktionschef Jan Redmann äußert sich nach dem Bruch der SPD/BSW-Koalition.Christophe Gateau/dpa

© Christophe Gateau/dpa

Die Brandenburger CDU zeigt sich nach dem Bruch der SPD/BSW-Koalition bereit für ein mögliches Bündnis mit der SPD. „Brandenburg braucht jetzt Stabilität und Verlässlichkeit und wir stehen selbstverständlich als CDU zur Verfügung, darüber zu sprechen, wie die Union dazu beitragen kann“, sagte CDU-Landes- und Fraktionschef Jan Redmann. „Diesen Gesprächen können wir natürlich nicht vorgreifen.“ Der Landesvorstand und die Fraktion hätten ihn einstimmig dazu beauftragt, solche Koalitionsgespräche vorzubereiten.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte die SPD/BSW-Koalition nach wochenlangem internem Streit innerhalb des BSW für beendet erklärt. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) lehnte die Forderung der SPD nach einem Treuebekenntnis zur Koalition ab. Redmann sieht einen möglichen Vorschub für Politikverdrossenheit: „Mein allererstes Gefühl ist natürlich, dass diese Vorgänge, die wir da gerade erlebt haben, auch in den letzten Monaten schon erlebt haben, einen weiteren Beitrag zur Politikverdrossenheit im gesamten Land geleistet haben“, sagte er.

CDU regierte bereits mit SPD

Die CDU regierte mit der SPD - mit den Grünen als weiterem Partner - bereits von 2019 bis 2024. Redmann sieht mit Blick auf Regierungschef Woidke eine gute Grundlage für Gespräche: „Das persönliche Verhältnis zwischen mir und Woidke ist in Ordnung, das ist gut, wir kennen uns seit langem. Insofern glaube ich, dass wir auch vernünftig miteinander sprechen können, wenn die SPD auf uns zukommt.“

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