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Zäune und Licht machen es Einbrechern schwer

Schon mit kleinen Veränderungen im Garten und am Haus können Sie das Risiko reduzieren, Opfer eines Einbruchs zu werden. Was dunkle Ecken, Kletterhilfen und eine bestimmte Tür damit zu tun haben.

Von dpa

22.04.2026

Wie „einladend“ Ihr Grundstück für Einbrecher ist, können Sie durch eine bewusste Gestaltung beeinflussen.Daniel Maurer/dpa/dpa-tmn

Wie „einladend“ Ihr Grundstück für Einbrecher ist, können Sie durch eine bewusste Gestaltung beeinflussen.Daniel Maurer/dpa/dpa-tmn

© Daniel Maurer/dpa/dpa-tmn

Einen Anstieg der Fallzahlen bei Einbrüchen in Häuser und Wohnungen: Den verzeichnet die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2025. Bundesweit wurden 82.920 Fälle wurden erfasst, einschließlich der Einbruchsversuche - und damit laut Bundeskriminalamt 4.484 Fälle mehr als im Vorjahr.

Die gute Nachricht dennoch: Nicht alle Einbruchsversuche gelingen. Und wie „einladend“ Ihr Grundstück für Einbrecher ist, können Sie der Initiative K-Einbruch zufolge auch durch bewusste Gestaltung beeinflussen.

Die Initiative von Polizei und Wirtschaft rät etwa dazu, den Vorgarten einzuzäunen. Denn: „Eine Einfriedung bildet eine erste Barriere“, heißt es auf deren Webseite. Natürlich sollte man die Umzäunung dann auch entsprechend nutzen, indem man Gartentüren und Hoftore wirklich abschließt. Und zwar auch dann, wenn man zu Hause ist.

Laut K-Einbruch sinnvoll: ein selbst schließendes Gartentor mit beidseitig feststehendem Türknopf und elektrischem Türöffner. Mit einer Sprechanlage an der Gartentür, kann man überprüfen, wer zu Besuch kommt. Auch die Kombination mit einer Videokamera kann dafür sinnvoll sein.

Weg mit dem Baum?

Hilfestellung will man den Einbrechern natürlich nicht auch noch geben – keine Kletterhilfen etwa, mit denen sie leichter aufs Grundstück gelangen können oder gar ins Haus. Als solche eignen sich beispielsweise Mülltonnen, Gartenmöbel und Leitern. Sie sollte man K-Einbruch zufolge besser wegsperren. Aber auch Rankgerüste und Bäume, die nah am Haus stehen, können von Einbrechern genutzt werden. Hier kann es sinnvoll sein, über eine Entfernung nachzudenken.

Hecken und Sträucher, die dicht am Haus gepflanzt werden, sind ebenfalls keine gute Idee im Sinne des Einbruchschutzes. Sie bieten schließlich nicht nur Ihnen und Ihrem Haus Sichtschutz, sondern auch Einbrechern. K-Einbruch rät deshalb, dichte Bepflanzung direkt am Haus zu vermeiden, besonders an Stellen, die verhältnismäßig leicht zugänglich für Einbrecher sein könnten. Ein Beispiel: Fenster und Co. Sind die offen oder gekippt, bieten sie Einbrechern ohnehin günstige Gelegenheiten. Schließen Sie sie deshalb immer, wenn Sie Haus oder Wohnung verlassen.

Möchten Sie im Erdgeschoss oder am Zugang zum Balkon im Sommer auch nachts lüften, wenn Sie schlafen, empfehlen die Verbraucherzentralen Fenster mit sogenannten Parallelabstell-Beschlägen. Der Fensterflügel wird hier nicht gekippt, sondern parallel zum Rahmen verschoben. Durch einen umlaufenden Luftspalt kann dann Frischluft zuströmen. Alle Fensterbeschläge sollten demnach mindestens die einbruchhemmende Widerstandsklasse RC2 haben. 

Augen auf bei der Garagenplanung

Auch Verbindungstüren von der Garage ins Wohnhaus sind bei Einbrechern gerngesehen. Bei einem Neubau sollten Sie K-Einbruch zufolge prüfen, ob Sie eine Tür zwischen Garage und Wohnhaus unbedingt brauchen. Hat man bereits eine solche – und am besten nicht nur dann -, sollte man auf ein geprüft einbruchhemmendes Garagentor achten. Eine Liste mit entsprechenden Herstellern kann man über die Webseite der Initiative suchen (www.k-einbruch.de/herstellersuche).

Immer sinnvoll außerdem: Zugangswege zum Haus gut beleuchten. Am besten wird das Licht durch einen automatischen Bewegungsmelder geschaltet.

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