Panorama

ZDF-Doku zeigt Høibys Absturz im Rampenlicht

Eine Dokumentation beleuchtet Marius Borg Høibys Weg vom gefeierten Kind zum Angeklagten. Im Zentrum steht die Frage, wie das Leben im Rampenlicht zum Absturz führen kann.

Von dpa

15.06.2026

Høiby (links) war noch ein Kind, als seine Mutter den norwegischen Kronprinzen kennenlernte. (Archivbild)Lise Aserud/NTB/dpa

Høiby (links) war noch ein Kind, als seine Mutter den norwegischen Kronprinzen kennenlernte. (Archivbild)Lise Aserud/NTB/dpa

© Lise Aserud/NTB/dpa

Nach der Verurteilung von Marius Borg Høiby, Sohn der schwer lungenkranken norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, dürfte dieses Zeitdokument auf noch mehr Interesse stoßen: Die ZDFroyal-Dokumentation „Im Schatten der Krone - Skandale, Krisen, Jetset“ ist ab sofort im ZDF-Streaming-Portal verfügbar. Im ZDF läuft sie am Dienstag, 25. August, um 20.15 Uhr. 

Die Doku erzählt, wie aus einem einst von den Norwegern geliebten Jungen ein Straftäter werden konnte. Sie wirft dabei auch anhand weiterer Beispiele junger Royals die Frage auf, was aus denen wird, die alles haben - aber keine Aufgabe und keine klare Rolle. 

Norwegen war anfangs verzückt von dem hellblonden Jungen

Am Montag wurde Høiby zu vier Jahren Haft verurteilt. In zwei Fällen von Vergewaltigung nach norwegischem Recht hält das Gericht ihn unter anderem für schuldig. Verurteilt wurde er in insgesamt 34 Anklagepunkten. Rechtskräftig ist das Urteil noch nicht. Høibys Verteidiger kündigte an, Berufung einlegen zu wollen. 

Anfangs war ganz Norwegen verzückt von Haakons hellblondem Ziehsohn. (Archivbild)Heiko Junge/NTB Scanpix/AP/dpa

Anfangs war ganz Norwegen verzückt von Haakons hellblondem Ziehsohn. (Archivbild)Heiko Junge/NTB Scanpix/AP/dpa

© Heiko Junge/NTB Scanpix/AP/dpa

Høiby hatte sich im Prozess selbst als „Monster“ in der öffentlichen Wahrnehmung und als „Hassobjekt von ganz Norwegen“ bezeichnet. Er war noch ein Kleinkind, als seine Mutter den norwegischen Kronprinzen Haakon kennengelernt hatte. Anfangs war ganz Norwegen verzückt von Haakons hellblondem Ziehsohn. Das änderte sich, als Høiby als junger Erwachsener auf Abwege geriet.

Høiby geriet in die zweite Reihe

In der Doku sagt Königshaus-Expertin Tove Taalesen: „Dieser kleine Junge, so süß, immer gut gelaunt. Wir Norweger waren ganz verliebt.“ Taalesen zufolge war es ein großer Fehler von Mette-Marit und Haakon, den kleinen Marius der Öffentlichkeit so zu präsentieren. „Sie hatten die Wahl: Sie hätten ihn nicht so sehr in den Vordergrund stellen können, aber sie wollten ihn zeigen.“ 

Das sei der Anfang aller Probleme gewesen. Mit der Geburt seiner „echten“ royalen Geschwister, Erbprinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus, geriet Høiby der Doku zufolge dann in die zweite Reihe. 

In dem Mammutprozess hatten Hunderte SMS und Zeugenaussagen ein Leben mit Eifersucht, Gewalt, Untreue, ausschweifenden Partys und Drogenkonsum dokumentiert. (Archivbild)Julia Wäschenbach/dpa

In dem Mammutprozess hatten Hunderte SMS und Zeugenaussagen ein Leben mit Eifersucht, Gewalt, Untreue, ausschweifenden Partys und Drogenkonsum dokumentiert. (Archivbild)Julia Wäschenbach/dpa

© Julia Wäschenbach/dpa

In dem Mammutprozess gegen Høiby hatten Hunderte SMS und Zeugenaussagen ein Leben mit Eifersucht, Gewalt, Untreue, ausschweifenden Partys und Drogenkonsum dokumentiert. Intime Details über Høibys sexuelle Vorlieben und die toxischen Beziehungen zu seinen Ex-Freundinnen waren genauso Gegenstand der Verhandlung wie sein Aufwachsen im Rampenlicht.

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