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Wüst sieht „erste Hoffnung“ im Kampf gegen Waldbrand

Hunderte Kräfte sind im Einsatz gegen den größten Waldbrand der NRW-Geschichte. Laut Ministerpräsident Wüst gibt es positive Anzeichen - auch für Anwohner, die ihre Häuser verlassen mussten.

Von dpa

15.08.2026

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (r, CDU), und Vize-Ministerpräsidentin Mona Neubaur (Grüne) haben sich von Einsatzkräften des Waldbrands im Hürtgenwald informieren lassen. Christian Knieps/dpa

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (r, CDU), und Vize-Ministerpräsidentin Mona Neubaur (Grüne) haben sich von Einsatzkräften des Waldbrands im Hürtgenwald informieren lassen. Christian Knieps/dpa

© Christian Knieps/dpa

Das Eindämmen des Waldbrandes im Hürtgenwald kommt nach Angaben von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst voran. Es sei in der Nacht gelungen, dass die Lage stabilisiert wurde, sagte der CDU-Politiker bei einem Besuch im Einsatzgebiet. „Es besteht jetzt erste Hoffnung, dass der Brand unter Kontrolle gebracht werden kann. Es besteht auch erste Hoffnung, dass die evakuierten Menschen aus der Ortschaft Gey bald wieder in ihre Häuser zurückkehren können, wenn es weiter gut läuft.“

Der Ministerpräsident sagte: „Bisher ist kein Haus verloren gegangen.“ Es sei auch verhindert worden, dass Menschen zu Schaden gekommen seien. Er dankte allen Einsatzkräften, unter anderem für Unterstützung des Bundes. Kanzler Friedrich Merz (CDU) habe sich mehrfach über die Lage erkundigt.

„Bleiben Sie aus dem Wald raus“

Angesichts einsetzenden Nieselregens vor Ort sagte Wüst: „Jetzt kommen ein paar Tropfen Wasser, damit könnte dann ein bisschen auffrischender Wind verbunden sein. Also, wir sind weiter abhängig davon, dass es nicht zu windig wird.“ Er formulierte als Bitte an alle, die jetzt nicht im Wald sein müssen: „Bleiben Sie aus dem Wald raus.“ In der Natur gelte gerade absolute Vorsicht, etwa keine Zigarettenstummel wegzuschmeißen und kein Glas liegenzulassen.

Mit Blick auf Helfer und Einsatzkräfte hob Wüst hervor, dass „viele Menschen mit einem großen Herz große Taten vollbringen. Das ist typisch für unser Land, diese Art von Solidarität und Nächstenliebe dann eben auch in praktisches Tun umzusetzen.“ 

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat sich im Lagezentrum informiert. Christian Knieps/dpa

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat sich im Lagezentrum informiert. Christian Knieps/dpa

© Christian Knieps/dpa

Wüst hatte sich im Lagezentrum über die Situation informieren lassen. Er wurde von Vize-Ministerpräsidentin Mona Neubaur begleitet. 

Waldbrand von historischer Dimension

Die Grünen-Politikerin sagte: „Dieser Waldbrand ist in seiner Dimension historisch für unser Bundesland. Er hat eine Fläche, wie alle Waldbrände der letzten fünf Jahre zusammen.“ Das mache deutlich, was für ein Kraftakt Stand jetzt gelungen sei, den Brand statisch zu halten. Alle Kräfte so zu koordinieren, dass sie bei schwierigstem Gelände, größter Hitze und drehenden Winden das Schlimmste verhindern konnten, nötige ihr tief empfundenen Dank ab.

Neubaur betonte zugleich, das Prinzip Hoffnung bereite nicht ausreichend auf Folgen der Klimakrise vor. Extremwetterereignisse bedeuteten Lebensgefahr für Menschen, geminderte Produktionsleistungen der Industrie und Natur werde zerstört. „Deswegen ist kein Klimaschutz die falsche Antwort.“ Wüst sagte, man werde häufiger mit Extremwetterereignissen unterschiedlicher Art zu tun haben. Klimafolgenanpassung und Klimaschutz seien weiter auf der Agenda.

Seit Donnerstagnachmittag kämpfen Hunderte Einsatzkräfte gegen die Flammen im Hürtgenwald in der Eifel. Nach Angaben des Kreises Düren sind etwa 300 Hektar Wald von dem Brand betroffen.

Flammen lodern am Boden beim Waldbrand im Hürtgenwald.Sascha Thelen/dpa

Flammen lodern am Boden beim Waldbrand im Hürtgenwald.Sascha Thelen/dpa

© Sascha Thelen/dpa

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